HomeFeuilletonSportFußball-EM 2024: Schwieriges Los für Österreich

Fußball-EM 2024: Schwieriges Los für Österreich

Im Juni und Juli 2024 wird in Deutschland die Fußballeuropameisterschaft der Männer durchgeführt. Die Auslosung bescherte den kriselnden Gastgebern eine recht freundliche Gruppe, während Österreich gleich auf den Turnierfavoriten trifft.

Hamburg. Am gestrigen Samstagabend fand in der Hamburger Elbphilharmonie die Auslosung der Fußball-EM-Endrunde statt. Die 21 qualifizierten Mannschaften sowie drei Plätze, für die über das Nations League-Playoff noch zwölf Teams infrage kommen, wurden hierbei sechs Vierergruppen zugeteilt. Die Glückfeen, als die prominente Fußballheroen wie Gianluigi Buffon oder Brian Laudrup fungierten, stellten recht unterschiedliche Pools zusammen.

Gastgeber Deutschland, zuletzt ja eher ein wenig im Tief, erwischte nicht unbedingt die schwierigste Gruppe A – Julian Nagelsmanns Truppe misst sich in der Vorrunde mit Schottland, Ungarn und der Schweiz. Der Erst- und Zweitplatzierte sowie die vier besten Gruppendritten steigen ins Achtelfinale und damit in die K.O.-Phase auf. Das sollte möglich sein, unterschätzen darf man die Gegner jedoch nicht.

In Gruppe B kommt es bereits zu mehreren Gigantentreffen: Hier spielen Titelverteidiger Italien, Ex-Europa- und ‑Weltmeister Spanien sowie der aktuelle WM-Dritte Kroatien gegeneinander. Für Albanien, das eine beeindruckende Qualifikation hingelegt hatte, kam es bei der Auslosung somit besonders unangenehm.

In Gruppe C heißen die Favoriten Dänemark (Europameister 1992) und England (aktueller Vizeeuropameister). Serbien wird ein Wort mitsprechen wollen, Slowenien gilt nach der Papierform freilich als krasser Außenseiter – es ist das kleinste teilnehmende Land.

Die Gruppe D ist schießlich jene mit Österreich. Die Lostöpfe 1 und 3 bescherten der ÖFB-Elf zweifellos die „worst case“-Szenarien mit Titelfavorit und Vizeweltmeister Frankreich sowie den Niederlanden. Die vierte Mannschaft rekrutiert sich über das Playoff im März 2024, in Frage kommen Polen, Wales, Finnland und Estland (auch in dieser Wahrscheinlichkeitsreihenfolge). Es wird nötig sein, dass Ralf Rangnicks Team an die jüngsten starken Auftritte anschließt, um in dieser Gruppe weiterzukommen.

In der Gruppe E führt Österreichs Quali-Gegner Belgien den Pool an, gefolgt von Rumänien und der Slowakei. Über das Playoff kommt entweder die Ukraine, Bosnien-Herzegowina, Israel oder Island hinzu.

Die Gruppe F umfasst vorerst Portugal, Tschechien und die Türkei. Die Playoff-Ergänzung aus Griechenland, Kasachstan, Georgien oder – keineswegs auszuschließen – Luxemburg könnte den größten Außenseiter des EM-Turniers markieren.

Die Fußball-Europameisterschaft beginnt am 14. Juni 2024 mit dem Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Schottland in München. Das Finale ist für den 14. Juli in Berlin angesetzt. Österreich spielt am 17. Juni in Düsseldorf gegen Frankreich sowie – jeweils in Berlin – am 21. Juni gegen den Playoff-Sieger A und am 25. Juni gegen die Niederlande.

Für Österreich ist es die dritte EM-Endrundenteilnahme in Folge – und dies nach einer recht souveränen Qualifikation mit sechs Siegen sowie je einem Remis und einer Niederlage, womit man der beste Gruppenzweite war. Bei der letzten EM erreichte das ÖFB-Team das Achtelfinale und schied dort erst mit einem 1:2 nach Verlängerung gegen den späteren Europameister Italien aus. Dieses bislang beste Ergebnis Österreichs bei einer EM-Endrunde will man diesmal natürlich toppen. Den historischen Vorläuferbewerb – den Europapokal der Nationalmannschaften – hat Österreich 1932 sogar gewonnen.

Quelle: ORF

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