HomeKlassenkampfFrauenAnklage wegen versuchten Mordes: 50 Messerstiche gegen Ex-Freundin

Anklage wegen versuchten Mordes: 50 Messerstiche gegen Ex-Freundin

Wien. Der Anklage zufolge versetzte ein 17-Jähriger seiner Ex-Freundin am 27. Februar in Wien-Floridsdorf rund 50 Stiche mit einem Messer. Ein Messerstich ging direkt in den Augapfel der jungen Frau, die seither am betroffenen Auge erblindet ist. Die Ärzte im Spital zählten insgesamt 15 Stichverletzungen im Gesichtsbereich und 18 weitere am Schädel, diese Stiche hatten laut Anklage eine „Defektheit der Schädelbasis“ zur Folge.

Bereits vor der folgenschweren Tat wurde der 17-Jährige der Jugendlichen gegenüber gewalttätig: Zuerst bedrohte er sie zum Jahreswechsel mit den Worten „Willst abgestochen werden?“ und am 12. Februar schlug er die junge Frau spitalsreif. Laut Anklage soll er ihr dabei so stark ins Gesicht getreten haben, dass sie daraufhin 3 Tage stationär behandelt werden musste.

Der mutmaßliche Täter muss sich nun am 12. Oktober wegen versuchten Mordes verantworten. Zudem fordert die Staatsanwaltschaft die Unterbringung im Maßnahmenvollzug für geistig abnorme Rechtsbrecher. Eine psychiatrische Sachverständige stuft den Jugendlichen, der zum Tatzeitpunkt noch 16 Jahre alt war, aufgrund einer Persönlichkeitsstörung als gefährlich ein. Sollte es zu einem anklagekonformen Schuldspruch kommen, drohen dem mutmaßlichen Täter nach dem Jugendgerichtsgesetz bis zu 15 Jahre Haft. Falls auch dem Unterbringungsantrag Folge geleistet wird, könnte der Betroffene nach Verbüßung der Strafe auch ohne eine zeitliche Befristung so lange angehalten werden, bis psychiatrische Sachverständige bescheinigen können, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgeht.

Quelle: ORF Wien

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