HomeKlassenkampfNiederösterreich: Mehr Rechtsberatungen der AK wegen Krise

Niederösterreich: Mehr Rechtsberatungen der AK wegen Krise

St. Pölten. Die Arbeiterkammer in Niederösterreich hat im vergangenen Jahr 190.000 Beschäftigte beraten. Im Vergleich zum Jahr 2019 ist das eine Zunahme um 40.000 Beratungen. Die telefonischen Beratungen steigen um 40 Prozent. Durchschnittlich hat damit jeder dritte Arbeitnehmer eine Beratung durch die AK in Anspruch genommen.

Insbesondere in den ersten Monaten der Krise wuchs die in Anspruchnahme der Beratung stark, weshalb die AK die Beratungszeiten ausbaute. Die Beratung steht im Zeichen der Krise und der Pandemie. In den ersten Monaten drehten sich viele Beratungen um die Fragen Auflösungen von Dienstverhältnissen, finanzielle Ansprüche, Elternschaft sowie Coronavirus-Regeln in der Arbeit und im Urlaub. Auf Sozialrechtlicher Ebene kamen außerdem Fragen zu Arbeitslosigkeit und Arbeitslosengeld, Pension und Berufsunfähigkeit, Krankenversicherung, Mindestsicherung sowie Schwerarbeitsregelung hinzu. Eine häufige Frage ist auch, wann die Kurzarbeit endet sowie Fragen zur Maskenpflicht, Impfpflicht und anderen Themen.

Die AK Niederösterreich betont in diesem Zusammenhang, dass es derzeit in Österreich in keinem Berufszweig einen Impfzwang gibt. Allerdings ist es nach dem Epidemiegesetz möglich, dass die Bezirksverwaltungsbehörde für alle Mitarbeiter im Gesundheitsbereich eine Impfpflicht anordnete. Eine solche Verordnung gibt es momentan aber nirgends in Österreich. Aufgrund der weitgehenden rechtlichen Verpflichtungen zum Schutz von Patientinnen und Patienten sowie Klientinnen und Klienten sei die Frage nach dem Impfstatus von Seiten des Arbeitgebers im Gesundheitsbereich zulässig.

Qelle: ORF

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