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Österreichs Fußballerinnen verpassen EM-Semifinale

Nach einem teilweise unglücklichen 0:2 gegen Deutschland scheidet das ÖFB-Team im Viertelfinale der Europameisterschaft aus. Das Turnier kann trotzdem als Erfolg angesehen werden.

London. Die erhoffte Sensation blieb aus: Das österreichische Fußballnationalteam der Frauen unterlag am gestrigen Donnerstag im EM-Viertfinale Deutschland mit 0:2 und schied damit aus dem Turnier aus. Zwei unglückliche Situation genügten, um vermeidbare Gegentore zu kassieren, während im Gegenzug dreimal Aluminium rot-weiß-rote Treffer verhinderte.

Im ausverkauften Community Stadium von Brentford begann die ÖFB-Elf offensiv und hätte durchaus in Führung gehen können: In der 13. Minute setzte Georgieva nach einem Corner ihren Kopfball an die Torstange. Der Treffer der Deutschen in der 25. Minute hatte sich hingegen eigentlich nicht angekündigt: Nach drei kulminierenden Unachtsamkeiten in der Abwehr konnte Magull ungestört einschieben. Aber so ist es eben im Fußball: Es sind oft Fehler, die Tore ermöglichen.

Auch in der zweiten Hälfte boten sich den Österreicherinnen Chancen, doch Dunst traf mit einem sehenswerten Weitschuss-Heber-Hybrid nur die Latte (53.), danach ging Puntigams Eckballnachschuss an die Stange (57.). Freilich kann man diesen knapp vergebenen Möglichkeiten nachtrauern, doch auch das DFB-Team ließ seinerseits ein paar hochkarätige Torchancen aus und hätte das Match früher entscheiden können.

Dass in der 90. Minute noch das 2:0 für Deutschland fiel, brachte das Publikum um spannende Nachspielzeitminuten, war im Output eigentlich egal, aber dafür kurios: Torfrau Zinsberger schoss die vorbeilaufende Popp so unglücklich an, dass der Ball ins Tor prallte. Damit war die Entscheidung natürlich endgültig gefallen.

Unterm Strich muss man von einem verdienten Sieg der deutlich favorisierten DFB-Elf sprechen, trotzdem kann man Österreich eine sehr anständige Leistung attestieren: Man hat den Gegnerinnen alles abverlangt. Das Resultat und das Ausscheiden mögen zunächst emotional enttäuschend sein, doch in Wirklichkeit konnte das Team von Trainerin Irene Fuhrmann den Rasen und das Turnier erhobenen Hauptes verlassen.

Somit beendet Österreich die zweite EM-Endrundenteilnahme mit zwei Siegen und zwei Niederlagen und einem Torverhältnis von 3:3 im Viertelfinale – bei der Europameisterschaft 2017 war man noch ins Semifinale gekommen, doch das war damals eine außergewöhnliche Sensation. 2022 stand Österreich nun immerhin unter den Top‑8 der K.O.-Phase – für die Nummer 21 der FIFA-Weltrangliste bzw. die Nummer 13 einer bereinigten UEFA-Wertung keine Selbstverständlichkeit.

Deutschland trifft nun im EM-Semifinale auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Titelverteidiger Niederlande. Im anderen Halbfinale wartet Gastgeber England auf den Gewinner des Viertelfinalduells zwischen Schweden und Belgien.

Quelle: ORF

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