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Die Jugend als Krisenverlierer

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im März 2020 in Relation zum Vormonat um 92% gestiegen. Insgesamt sind in Österreich 60.000 Jugendliche lohnarbeitslos. Abschlussprüfungen in den Berufsschulen finden Mitte Mai, nach einem Vorbereitungsunterricht statt. Unklar ist noch wie sich die Situation weiterentwickelt und ob ein regulärer Start in die Lehre möglich sein wird.

Krise trifft junge Menschen besonders hart

Aus den Erfahrungen der vorangegangenen Wirtschaftskrise des Jahres 2008 und folgende kann man in den Krisenstaaten deutlich erkennen, dass die Jugend von den Krisenerscheinungen besonders betroffen waren und es in Ländern wie Griechenland nach wie vor eine Jugendarbeitslosigkeit von etwa 30% gibt. Es ist höchste Vorsicht geboten, dass nicht die jungen Mitglieder der Arbeiterklasse die Zeche für die Gesundheits- und Wirtschaftskrise zahlen müssen. Arbeitsstandards müssen verteidigt werden, sodass diese nicht künftig unter noch widrigeren Bedingungen ihrer Arbeit nachgehen müssen. Maßnahmen wie die kolportierte Ausbildungspflicht schützen hiervor nicht. Die Tendenz der weiteren Herabsetzung von Arbeitsstandards ist in der Krise ein Brandbeschleuniger und trifft jene Menschen, die neu in Beschäftigung kommen – also in der Regel junge Menschen – ungleich härter, da sie nicht durch alte Dienstrechte und Verträge geschützt sind.

Quelle: AMS / Eurostat

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