HomeFeuilletonSportFußball-WM: Österreichs Weg nach Katar führt über Wales

Fußball-WM: Österreichs Weg nach Katar führt über Wales

Im Play-off für die Fußballweltmeisterschaft 2022 trifft Österreich im kommenden März zunächst auf Wales. Im Falle eines Sieges fällt die Entscheidung um das WM-Ticket gegen Schottland oder die Ukraine.

Zürich. Es hätte bei der gestrigen Auslosung auch schlimmer kommen können: Das österreichische Fußballnationalteam der Männer trifft im Play-off für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar zunächst auf Wales. Sollte die ÖFB-Truppe gegen die „Drachen“ um Gareth Bale und Aaron Ramsey am 24. März 2022 in Cardiff gewinnen, so stünde am 29. März sodann das Endspiel um die WM-Qualifikation an. Dieses Match würde in Wien stattfinden, der Gegner wäre der Sieger der Partie Schottland gegen die Ukraine.

Mit allen drei Teams aus dem Viererpool (Pfad A) gab es in jüngerer Vergangenheit bereits Vergleiche: An Schottland war Österreich in der eigentlichen WM-Quali-Gruppe kürzlich gescheitert – einem 2:2 auswärts folgte eine folgenreiche 0:1‑Heimschlappe. Als Konsequenz schaffte es Schottland als Gruppenzweiter ins Play-off, Österreich ist als Gruppenvierter in diesem nur dank der Nations League-Erfolge des Vorjahres vertreten. Trotzdem kann man behaupten, dass Österreich (Platz 30 in der FIFA-Weltrangliste) und Schottland (Platz 38) einander auf Augenhöhe begegnen würden. Ähnliches gilt für den potenziellen Gegner Ukraine (Platz 25 in der Weltrangliste). Zu dieser Begegnung kam es bereits im vergangenen Sommer, nämlich in der Gruppenphase der Europameisterschaft, wobei Österreich mit 1:0 siegreich vom Platz ging und als Zweiter ins EM-Achtfinale einzog.

Vorher lautet die erste Hürde jedoch Wales, das in der Weltrangliste auf Platz 19 liegt und somit als Favorit gelten muss. Zuletzt traf das ÖFB-Team 2017 in der WM-Qualifikation für 2018 auf die Waliser, wobei damals zu Hause ein 2:2‑Remis erreicht wurde, während es auswärts eine 0:1‑Niederlage setzte. Diesmal ist verlieren verboten: Die Play-off-Begegnungen werden jeweils in nur einer Partie entschieden, d.h. im Falle einer Niederlage in Cardiff wäre die Qualifikation für Österreich gelaufen. Man kann allerdings der Mannschaft von Franco Foda durchaus zutrauen, die wahrlich nicht gerade ungünstige Auslosung zu nützen, um doch noch den Sprung nach Katar zu schaffen.

Dass man nämlich schwierigere Gegner vermieden hat, zeigen die anderen Pfade des Play-offs: In Pfad B treffen zunächst Russland und Polen sowie Schweden und Tschechien aufeinander, bevor die beiden Sieger das WM-Ticket unter sich ausmachen. So richtig streng wird es jedoch in Pfad C, wo Italien auf Nordmazedonien und Portugal auf die Türkei trifft – nur eine dieser Mannschaften wird sich qualifizieren. Dies wiederum bedeutet, dass entweder der amtierende Europameister Italien (Platz 6 in der Weltrangliste) oder dessen Vorgänger Portugal (Platz 8) nicht in Katar am Start sein wird. Für die Italien wäre es dann sogar die zweite verpasste WM in Folge, und im Falle eines portugiesischen Scheiterns wäre der inzwischen 36-jährige Cristiano Ronaldo wohl nie wieder bei einer WM zu sehen.

Bereits fix qualifiziert sind aus Europa die zehn Erstplatzierten der Gruppenphase – dies sind Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich (WM-Titelverteidiger), Kroatien (Vizeweltmeister), die Niederlande, die Schweiz, Serbien und Spanien. In der Südamerika-Qualifikation sind Argentinien und Brasilien bereits durch, auch der umstrittene Gastgeber Katar hat im November und Dezember 2022 natürlich einen Startplatz bei der heimischen WM-Endrunde. Alle weiteren 19 Teilnehmer sind noch offen. Es bleibt zu hoffen, dass Österreich im kommenden März noch eines der drei verbliebenen europäischen Tickets holen kann.

Quelle: ORF

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