Start Internationales Waldbrände in Sibirien: Mehr als eine Million Hektar in Flammen

Waldbrände in Sibirien: Mehr als eine Million Hektar in Flammen

In der russischen Arktis wüten derzeit riesige Wald- und Torfbrände und breiten sich immer schneller aus. Laut den Angaben des Forstschutzdienstes Avialesochrana steht derzeit eine Fläche von 1,4 Millionen Hektar in Flammen. Die aktuelle Temperaturentwicklung beunruhigt Wissenschaftler.

Russland/Sibirien. Laut Angaben der russischen Behörden breiten sich die Waldbrände in großen Teilen Sibiriens und im Osten Russlands rasant aus. Insgesamt soll bereits eine Fläche von 1,4 Millionen Hektar brennen. Besonders stark betroffen sei Jakutien im fernöstlichen Teil Sibiriens, in drei Regionen des Gebiets Magadan am Ochotskischen Meer wurde bereits der Ausnahmezustand ausgerufen. Während aktuell 182 Brände auf einer Fläche von rund 112.000 Hektar bekämpft würden, liegen die meisten Waldbrände – 209 Brandherde auf einer Fläche von rund 1,3 Millionen Hektar – außerhalb von bewohnten Gebieten. Dort seien die Löscharbeiten eingestellt worden, teilte der Forstschutzdienst Avialesochrana laut Berichten des ORF mit. Die Gründe dafür seien, dass einerseits keine konkrete Gefahr für Menschen gäbe und zudem der wirtschaftliche Schaden geringer als die Kosten für den Einsatz von Personal, Technik und Wasser seien. Darüber hinaus berufen sich die russischen Behörden auf die besonders angespannte finanziellen Situation der kommunalen Haushalte aufgrund der hohen Sozialausgaben infolge der COVID19-Pandemie. Laut Behördenangaben seien aber dennoch mehr als 3.000 Helferinnen und Helfer und 43 Löschflugzeuge im Einsatz.

Hitzerekorde in den arktischen Regionen Russlands

Die momentanen Hitzerekorde in den arktischen Regionen Russlands beunruhigen Wissenschaftler. Denn laut Angaben der Weltwetterorganisation der Vereinten Nationen (WMO) sei die Arktis eine der Regionen, die am stärksten von der Erderwärmung betroffen sei. Berechnungen, die auf Basis der Klima-Datenanalysen der US-Einrichtung Berkely erfolgten, sollen die Temperaturen von Jänner bis Mai dieses Jahres durchschnittlich acht Grad Celsius über dem üblichen Mittelwert des Vergleichszeitraumes liegen.

Bereits in den vergangenen Jahren ist es zu großen Wald- und Torfbränden in Sibirien gekommen. Rund 15 Millionen Hektar Wald sollen damals abgebrannt sein, die Bevölkerung vieler sibirischer Städte litten dabei wochenlang unter giftigem Rauch.

So tragisch die derzeitige Situation in den Wäldern Sibiriens auch sein mag, müssen die Verantwortlichen solcher verheerenden Waldbrände benannt werden. Es sind die bürgerlichen Regierungen, die nicht in der Lage sind, einen effizienten Plan für den Katastrophenschutz zu erarbeiten. Denn für sie gilt die dem Kapitalismus immanente Profitlogik und Katastrophenschutz ist für sie damit lediglich ein Kostenfaktor ohne Profitaussichten.

Quelle: ORF/Tagesschau

- Advertisment -

MEIST GELESEN

ÖGB-Younion-Vorsitzender Meidlinger von Gewerkschaftern zur Rede gestellt

Bei den Wiener Linien wurde ein weiterer Fall eines gekündigten Belegschaftsvertreters bekannt. In der Elternteilzeit und damit rechtsunwirksam gekündigt, fiel dem Kollegen…

Beratungsbedarf in der Krise höher als 2019 insgesamt

Eisenstad/Burgenland. Die Arbeiterkammer im Burgenland gibt bekannt, dass sie in der Corona-Krise mehr Anfragen durch ihre Mitglieder per E‑Mail erhalten habe, als…

Kroatien: Überraschendes Wahlergebnis

Die Parlamentswahlen in Kroatien am vergangenen Sonntag führten zu einem unerwarteten Resultat: Die regierende national-konservative HDZ gewann sehr deutlich vor den oppositionellen…

Kuba bekräftigt Solidarität mit Venezuela

Havanna/Caracas. Zum Jahrestag der Unabhängigkeit Venezuelas hat Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel die Solidarität mit Venezuela bekräftigt. Auf Twitter schrieb Diaz-Canel: „Zu diesem…