ZdA - Zeitung der Arbeit
  • Politik
    ÖVP-Ministerin will Antirassismus-Beratungsstelle ZARA schließen

    ÖVP-Ministerin will Antirassismus-Beratungsstelle ZARA schließen

    Land Niederösterreich streicht die Förderung: Jugendzentrum JA Don Bosco muss schließen

    Land Niederösterreich streicht die Förderung: Jugendzentrum JA Don Bosco muss schließen

    Alfred Gusenbauer und der Drehtür-Effekt

    Alfred Gusenbauer und der Drehtür-Effekt

    SLAPP-Klagen – wenn das Klagsrecht missbraucht wird

    SLAPP-Klagen – wenn das Klagsrecht missbraucht wird

    Trübe Aussichten für die Mehrheit in Österreich

    Trübe Aussichten für die Mehrheit in Österreich

    EU-Propaganda auf Österreichs Schienen

    EU-Propaganda auf Österreichs Schienen

    Spritpreise: Alibiaktion der Regierung, FPÖ als Anwalt der Konzerne

    Spritpreise: Alibiaktion der Regierung, FPÖ als Anwalt der Konzerne

    Budget-Knall: Sparpaket für unten, Schonung für oben

    Budget-Knall: Sparpaket für unten, Schonung für oben

    Pölla: Bürgermeister verurteilt – aber bleibt im Amt

    Pölla: Bürgermeister verurteilt – aber bleibt im Amt

  • Panorama
    Von gestrandeten Walen und ertrunkenen Menschen

    Von gestrandeten Walen und ertrunkenen Menschen

    Der gläserne Mensch – Reisepass im Smartphone, Kontrolle im System

    Der gläserne Mensch – Reisepass im Smartphone, Kontrolle im System

    Tiere, Arbeit, Verwertung

    Tiere, Arbeit, Verwertung

    Rückruf von Hipp-Babykost bei Spar Österreich nach Manipulationsverdacht

    Rückruf von Hipp-Babykost bei Spar Österreich nach Manipulationsverdacht

    Kind vor einer Glasscheibe

    Meldungen zu Gewalt an Kindern stark angestiegen

    Gesetzestext mit Stempel

    Kärnten: Arbeiterkammer setzt Entschädigung nach fristloser Entlassung durch

    Der Fall Grasser und die Logik der Eliten

    Der Fall Grasser und die Logik der Eliten

    ZARA-Bericht: Rassismus im System – warum ein „leichter Rückgang“ nichts beruhigt

    ZARA-Bericht: Rassismus im System – warum ein „leichter Rückgang“ nichts beruhigt

    Dunkler Eingang einer leerstehenden Wohnung

    Leere Häuser in Wien: Stillstand trotz Wohnungsnot

  • International
    90 Milliarden Euro-„Kredit“ für Ukraine – und Österreich haftet

    90 Milliarden Euro-„Kredit“ für Ukraine – und Österreich haftet

    Gespräche unter Druck: Kuba stemmt sich gegen Washingtons Erpressungspolitik

    Gespräche unter Druck: Kuba stemmt sich gegen Washingtons Erpressungspolitik

    Trumps Billionen für den Krieg: Kürzungen für die Bevölkerung, Milliarden fürs Militär

    Trumps Billionen für den Krieg: Kürzungen für die Bevölkerung, Milliarden fürs Militär

    Tsunami-Warnung nach starkem Beben – Japan erneut gefährdet

    Tsunami-Warnung nach starkem Beben – Japan erneut gefährdet

    Die Diffamierung Greta Thunbergs geht in die nächste Runde

    Die Diffamierung Greta Thunbergs geht in die nächste Runde

    Scott Bessent, JD Vance und Donald Trump im Weißen Haus

    Doppelte Standards: USA lockern Russland-Sanktionen erneut

    Ein UNICEF-Zelt

    Israel tötet zwei UNICEF-Helfer in Gaza

    10-tägige Waffenruhe im Libanon angekündigt

    10-tägige Waffenruhe im Libanon angekündigt

    Plenarsitzung des Europarats

    Meinungsfreiheit? Europarat rügt deutschen Antisemitismus-Diskurs

  • Klassenkampf
    • All
    • Frauen
    • Jugend
    Bewaffnete Drohung gegen Ex-Partnerin in Rudolfsheim-Fünfhaus

    Bewaffnete Drohung gegen Ex-Partnerin in Rudolfsheim-Fünfhaus

    Zwischen Widerstand und Show: Der Pflegebonus bleibt

    Zwischen Widerstand und Show: Der Pflegebonus bleibt

    Pleite von Herischko Dach GmbH: 26 Beschäftigte vor dem Nichts

    Pleite von Herischko Dach GmbH: 26 Beschäftigte vor dem Nichts

    Gesetzestext mit Stempel

    Kärnten: Arbeiterkammer setzt Entschädigung nach fristloser Entlassung durch

    Ohne sie hebt nichts ab: Lufthansa-Piloten im Arbeitskampf

    Ohne sie hebt nichts ab: Lufthansa-Piloten im Arbeitskampf

    Mexikanerin schreibt Geschichte als erste Schiedsrichterin bei einer WM

    Mexikanerin schreibt Geschichte als erste Schiedsrichterin bei einer WM

    Ein Lufthansa CityLine Flugzeug

    Lufthansa-Streik legt Luftverkehr teilweise lahm

    Panamas größte Gewerkschaft soll aufgelöst werden

    Panamas größte Gewerkschaft soll aufgelöst werden

    Lehrplanreform: Kritik vonseiten der Jugendfront

    Lehrplanreform: Kritik vonseiten der Jugendfront

  • Feuilleton
    • All
    • Geschichte
    • Kultur
    • Kunst exklusiv
    • Sport
    • Wissenschaft
    Ein Brief des 34jährigen Karl Marx öffnet der Befreiungstheologie einen Weg zum Marxismus

    Ein Brief des 34jährigen Karl Marx öffnet der Befreiungstheologie einen Weg zum Marxismus

    Der Segen der Fabriksarbeit

    Venceremos (in memoriam Tibor Zenker, 1976–2026)

    Denkmal für die ermordeten Juden Europas

    Leon Tager: Ein am Holocaust-Gedenktag vergessener antifaschistischer Held

    Girón 1961 – Die erste Niederlage des Imperialismus in Amerika

    Girón 1961 – Die erste Niederlage des Imperialismus in Amerika

    KI-Chatbot statt Arztbesuch – Wenn Gesundheit zur Ware wird

    KI-Chatbot statt Arztbesuch – Wenn Gesundheit zur Ware wird

    Zum 140. Geburtstag von Ernst Thälmann – Vermächtnis und Auftrag

    Zum 140. Geburtstag von Ernst Thälmann – Vermächtnis und Auftrag

    Ungarn: EU-Sozialdemokraten, Grüne und Liberale jubeln rechtem Nationalisten zu

    Ungarn: EU-Sozialdemokraten, Grüne und Liberale jubeln rechtem Nationalisten zu

    Der Segen der Fabriksarbeit

    Der Segen der Fabriksarbeit

    Mexikanerin schreibt Geschichte als erste Schiedsrichterin bei einer WM

    Mexikanerin schreibt Geschichte als erste Schiedsrichterin bei einer WM

  • Kommentar
    Wer die Zeche zahlt

    Wer die Zeche zahlt

    Die Ukraine-Krieger im österreichischen Parlament

    Die Ukraine-Krieger im österreichischen Parlament

    Kapitalismus produziert und verteilt vermeidbare Krebsrisiken mit

    Kapitalismus produziert und verteilt vermeidbare Krebsrisiken mit

    Die letzte Karotte vor Kiews Nase

    Die letzte Karotte vor Kiews Nase

    Sparen bei den Ärmsten, aber Milliarden für den Krieg

    Sparen bei den Ärmsten, aber Milliarden für den Krieg

    Sozialabbau mit Bedingungen: Obdachlosigkeit, Kürzungen und die Logik der Entmenschlichung

    Sozialabbau mit Bedingungen: Obdachlosigkeit, Kürzungen und die Logik der Entmenschlichung

    Megafondiplomatie der westlichen Clown-Eliten

    Megafondiplomatie der westlichen Clown-Eliten

    Sparen bei den Armen, aber Milliarden für den Ukrainekrieg

    Sparen bei den Armen, aber Milliarden für den Ukrainekrieg

    Einige Lehren der Oktoberrevolution

    Einige Lehren der Oktoberrevolution

  • Partei der Arbeit
    PdA-Vorsitzender Tibor Zenker plötzlich und unerwartet verstorben

    PdA-Vorsitzender Tibor Zenker plötzlich und unerwartet verstorben

    Wien: Veranstaltung von PdA und Tudeh-Partei zum Krieg im Iran

    Wien: Veranstaltung von PdA und Tudeh-Partei zum Krieg im Iran

    Lehrplanreform: Kritik vonseiten der Jugendfront

    Lehrplanreform: Kritik vonseiten der Jugendfront

    Salzburg: Solidarität mit Kuba!

    Salzburg: Solidarität mit Kuba!

    Wien: Nieder mit der Blockade! Solidarität mit Kuba!

    Wien: Nieder mit der Blockade! Solidarität mit Kuba!

    Solidarität mit Kuba: Demonstration in Wien

    Solidarität mit Kuba: Demonstration in Wien

    Imperialistischer Krieg im Nahen und Mittleren Osten: Europäische Kommunistische Aktion ruft zum verstärkten antiimperialistischen Kampf auf

    Imperialistischer Krieg im Nahen und Mittleren Osten: Europäische Kommunistische Aktion ruft zum verstärkten antiimperialistischen Kampf auf

    Wien: Kuba-Solidarität jetzt!

    Wien: Kuba-Solidarität jetzt!

    Botschafter Kubas zu Gast im PZ Jura Soyfer – Solidarität mit der sozialistischen Insel

    Botschafter Kubas zu Gast im PZ Jura Soyfer – Solidarität mit der sozialistischen Insel

  • Schwerpunkte
    • All
    • 75 Jahre Befreiung
    • Gesellschaftsrel. Berufe
    • Krise
    • Krise international
    • Nationalratswahl
    • Niedriglohn
    Partei der Niedertracht gewinnt Nationalratswahl

    Partei der Niedertracht gewinnt Nationalratswahl

    Stellungnahme der Partei der Arbeit zur Nationalratswahl

    Stellungnahme der Partei der Arbeit zur Nationalratswahl

    Die grüne Transformation des Kapitalismus und ihre Partei in der Regierung

    Die grüne Transformation des Kapitalismus und ihre Partei in der Regierung

    Die Bedeutung der SPÖ für das Kapital

    Die Bedeutung der SPÖ für das Kapital

    ÖVP – die Lieblingspartei der Banken und Konzerne

    ÖVP – die Lieblingspartei der Banken und Konzerne

    Die KPÖ – angepasst, sozialdemokratisch und antikommunistisch

    Die KPÖ – angepasst, sozialdemokratisch und antikommunistisch

    Die FPÖ – Partei der Deutschnationalen, der Großkopferten und der Niedertracht

    Die FPÖ – Partei der Deutschnationalen, der Großkopferten und der Niedertracht

    NEOS – Partei für hippe Neoliberale

    NEOS – Partei für hippe Neoliberale

    Der Wandel kandidiert kostümiert

    Der Wandel kandidiert kostümiert

  • Über uns
    • Blattlinie
    • Kontakt
    • ZdA-Wochenschau abonnieren
    • Zeitung der Arbeit unterstützen
    • Impressum
    • Datenschutzerklärung
    • Cookie Policy (EU)
No Result
View All Result
ZdA - Zeitung der Arbeit
  • Politik
    ÖVP-Ministerin will Antirassismus-Beratungsstelle ZARA schließen

    ÖVP-Ministerin will Antirassismus-Beratungsstelle ZARA schließen

    Land Niederösterreich streicht die Förderung: Jugendzentrum JA Don Bosco muss schließen

    Land Niederösterreich streicht die Förderung: Jugendzentrum JA Don Bosco muss schließen

    Alfred Gusenbauer und der Drehtür-Effekt

    Alfred Gusenbauer und der Drehtür-Effekt

    SLAPP-Klagen – wenn das Klagsrecht missbraucht wird

    SLAPP-Klagen – wenn das Klagsrecht missbraucht wird

    Trübe Aussichten für die Mehrheit in Österreich

    Trübe Aussichten für die Mehrheit in Österreich

    EU-Propaganda auf Österreichs Schienen

    EU-Propaganda auf Österreichs Schienen

    Spritpreise: Alibiaktion der Regierung, FPÖ als Anwalt der Konzerne

    Spritpreise: Alibiaktion der Regierung, FPÖ als Anwalt der Konzerne

    Budget-Knall: Sparpaket für unten, Schonung für oben

    Budget-Knall: Sparpaket für unten, Schonung für oben

    Pölla: Bürgermeister verurteilt – aber bleibt im Amt

    Pölla: Bürgermeister verurteilt – aber bleibt im Amt

  • Panorama
    Von gestrandeten Walen und ertrunkenen Menschen

    Von gestrandeten Walen und ertrunkenen Menschen

    Der gläserne Mensch – Reisepass im Smartphone, Kontrolle im System

    Der gläserne Mensch – Reisepass im Smartphone, Kontrolle im System

    Tiere, Arbeit, Verwertung

    Tiere, Arbeit, Verwertung

    Rückruf von Hipp-Babykost bei Spar Österreich nach Manipulationsverdacht

    Rückruf von Hipp-Babykost bei Spar Österreich nach Manipulationsverdacht

    Kind vor einer Glasscheibe

    Meldungen zu Gewalt an Kindern stark angestiegen

    Gesetzestext mit Stempel

    Kärnten: Arbeiterkammer setzt Entschädigung nach fristloser Entlassung durch

    Der Fall Grasser und die Logik der Eliten

    Der Fall Grasser und die Logik der Eliten

    ZARA-Bericht: Rassismus im System – warum ein „leichter Rückgang“ nichts beruhigt

    ZARA-Bericht: Rassismus im System – warum ein „leichter Rückgang“ nichts beruhigt

    Dunkler Eingang einer leerstehenden Wohnung

    Leere Häuser in Wien: Stillstand trotz Wohnungsnot

  • International
    90 Milliarden Euro-„Kredit“ für Ukraine – und Österreich haftet

    90 Milliarden Euro-„Kredit“ für Ukraine – und Österreich haftet

    Gespräche unter Druck: Kuba stemmt sich gegen Washingtons Erpressungspolitik

    Gespräche unter Druck: Kuba stemmt sich gegen Washingtons Erpressungspolitik

    Trumps Billionen für den Krieg: Kürzungen für die Bevölkerung, Milliarden fürs Militär

    Trumps Billionen für den Krieg: Kürzungen für die Bevölkerung, Milliarden fürs Militär

    Tsunami-Warnung nach starkem Beben – Japan erneut gefährdet

    Tsunami-Warnung nach starkem Beben – Japan erneut gefährdet

    Die Diffamierung Greta Thunbergs geht in die nächste Runde

    Die Diffamierung Greta Thunbergs geht in die nächste Runde

    Scott Bessent, JD Vance und Donald Trump im Weißen Haus

    Doppelte Standards: USA lockern Russland-Sanktionen erneut

    Ein UNICEF-Zelt

    Israel tötet zwei UNICEF-Helfer in Gaza

    10-tägige Waffenruhe im Libanon angekündigt

    10-tägige Waffenruhe im Libanon angekündigt

    Plenarsitzung des Europarats

    Meinungsfreiheit? Europarat rügt deutschen Antisemitismus-Diskurs

  • Klassenkampf
    • All
    • Frauen
    • Jugend
    Bewaffnete Drohung gegen Ex-Partnerin in Rudolfsheim-Fünfhaus

    Bewaffnete Drohung gegen Ex-Partnerin in Rudolfsheim-Fünfhaus

    Zwischen Widerstand und Show: Der Pflegebonus bleibt

    Zwischen Widerstand und Show: Der Pflegebonus bleibt

    Pleite von Herischko Dach GmbH: 26 Beschäftigte vor dem Nichts

    Pleite von Herischko Dach GmbH: 26 Beschäftigte vor dem Nichts

    Gesetzestext mit Stempel

    Kärnten: Arbeiterkammer setzt Entschädigung nach fristloser Entlassung durch

    Ohne sie hebt nichts ab: Lufthansa-Piloten im Arbeitskampf

    Ohne sie hebt nichts ab: Lufthansa-Piloten im Arbeitskampf

    Mexikanerin schreibt Geschichte als erste Schiedsrichterin bei einer WM

    Mexikanerin schreibt Geschichte als erste Schiedsrichterin bei einer WM

    Ein Lufthansa CityLine Flugzeug

    Lufthansa-Streik legt Luftverkehr teilweise lahm

    Panamas größte Gewerkschaft soll aufgelöst werden

    Panamas größte Gewerkschaft soll aufgelöst werden

    Lehrplanreform: Kritik vonseiten der Jugendfront

    Lehrplanreform: Kritik vonseiten der Jugendfront

  • Feuilleton
    • All
    • Geschichte
    • Kultur
    • Kunst exklusiv
    • Sport
    • Wissenschaft
    Ein Brief des 34jährigen Karl Marx öffnet der Befreiungstheologie einen Weg zum Marxismus

    Ein Brief des 34jährigen Karl Marx öffnet der Befreiungstheologie einen Weg zum Marxismus

    Der Segen der Fabriksarbeit

    Venceremos (in memoriam Tibor Zenker, 1976–2026)

    Denkmal für die ermordeten Juden Europas

    Leon Tager: Ein am Holocaust-Gedenktag vergessener antifaschistischer Held

    Girón 1961 – Die erste Niederlage des Imperialismus in Amerika

    Girón 1961 – Die erste Niederlage des Imperialismus in Amerika

    KI-Chatbot statt Arztbesuch – Wenn Gesundheit zur Ware wird

    KI-Chatbot statt Arztbesuch – Wenn Gesundheit zur Ware wird

    Zum 140. Geburtstag von Ernst Thälmann – Vermächtnis und Auftrag

    Zum 140. Geburtstag von Ernst Thälmann – Vermächtnis und Auftrag

    Ungarn: EU-Sozialdemokraten, Grüne und Liberale jubeln rechtem Nationalisten zu

    Ungarn: EU-Sozialdemokraten, Grüne und Liberale jubeln rechtem Nationalisten zu

    Der Segen der Fabriksarbeit

    Der Segen der Fabriksarbeit

    Mexikanerin schreibt Geschichte als erste Schiedsrichterin bei einer WM

    Mexikanerin schreibt Geschichte als erste Schiedsrichterin bei einer WM

  • Kommentar
    Wer die Zeche zahlt

    Wer die Zeche zahlt

    Die Ukraine-Krieger im österreichischen Parlament

    Die Ukraine-Krieger im österreichischen Parlament

    Kapitalismus produziert und verteilt vermeidbare Krebsrisiken mit

    Kapitalismus produziert und verteilt vermeidbare Krebsrisiken mit

    Die letzte Karotte vor Kiews Nase

    Die letzte Karotte vor Kiews Nase

    Sparen bei den Ärmsten, aber Milliarden für den Krieg

    Sparen bei den Ärmsten, aber Milliarden für den Krieg

    Sozialabbau mit Bedingungen: Obdachlosigkeit, Kürzungen und die Logik der Entmenschlichung

    Sozialabbau mit Bedingungen: Obdachlosigkeit, Kürzungen und die Logik der Entmenschlichung

    Megafondiplomatie der westlichen Clown-Eliten

    Megafondiplomatie der westlichen Clown-Eliten

    Sparen bei den Armen, aber Milliarden für den Ukrainekrieg

    Sparen bei den Armen, aber Milliarden für den Ukrainekrieg

    Einige Lehren der Oktoberrevolution

    Einige Lehren der Oktoberrevolution

  • Partei der Arbeit
    PdA-Vorsitzender Tibor Zenker plötzlich und unerwartet verstorben

    PdA-Vorsitzender Tibor Zenker plötzlich und unerwartet verstorben

    Wien: Veranstaltung von PdA und Tudeh-Partei zum Krieg im Iran

    Wien: Veranstaltung von PdA und Tudeh-Partei zum Krieg im Iran

    Lehrplanreform: Kritik vonseiten der Jugendfront

    Lehrplanreform: Kritik vonseiten der Jugendfront

    Salzburg: Solidarität mit Kuba!

    Salzburg: Solidarität mit Kuba!

    Wien: Nieder mit der Blockade! Solidarität mit Kuba!

    Wien: Nieder mit der Blockade! Solidarität mit Kuba!

    Solidarität mit Kuba: Demonstration in Wien

    Solidarität mit Kuba: Demonstration in Wien

    Imperialistischer Krieg im Nahen und Mittleren Osten: Europäische Kommunistische Aktion ruft zum verstärkten antiimperialistischen Kampf auf

    Imperialistischer Krieg im Nahen und Mittleren Osten: Europäische Kommunistische Aktion ruft zum verstärkten antiimperialistischen Kampf auf

    Wien: Kuba-Solidarität jetzt!

    Wien: Kuba-Solidarität jetzt!

    Botschafter Kubas zu Gast im PZ Jura Soyfer – Solidarität mit der sozialistischen Insel

    Botschafter Kubas zu Gast im PZ Jura Soyfer – Solidarität mit der sozialistischen Insel

  • Schwerpunkte
    • All
    • 75 Jahre Befreiung
    • Gesellschaftsrel. Berufe
    • Krise
    • Krise international
    • Nationalratswahl
    • Niedriglohn
    Partei der Niedertracht gewinnt Nationalratswahl

    Partei der Niedertracht gewinnt Nationalratswahl

    Stellungnahme der Partei der Arbeit zur Nationalratswahl

    Stellungnahme der Partei der Arbeit zur Nationalratswahl

    Die grüne Transformation des Kapitalismus und ihre Partei in der Regierung

    Die grüne Transformation des Kapitalismus und ihre Partei in der Regierung

    Die Bedeutung der SPÖ für das Kapital

    Die Bedeutung der SPÖ für das Kapital

    ÖVP – die Lieblingspartei der Banken und Konzerne

    ÖVP – die Lieblingspartei der Banken und Konzerne

    Die KPÖ – angepasst, sozialdemokratisch und antikommunistisch

    Die KPÖ – angepasst, sozialdemokratisch und antikommunistisch

    Die FPÖ – Partei der Deutschnationalen, der Großkopferten und der Niedertracht

    Die FPÖ – Partei der Deutschnationalen, der Großkopferten und der Niedertracht

    NEOS – Partei für hippe Neoliberale

    NEOS – Partei für hippe Neoliberale

    Der Wandel kandidiert kostümiert

    Der Wandel kandidiert kostümiert

  • Über uns
    • Blattlinie
    • Kontakt
    • ZdA-Wochenschau abonnieren
    • Zeitung der Arbeit unterstützen
    • Impressum
    • Datenschutzerklärung
    • Cookie Policy (EU)
No Result
View All Result
ZdA - Zeitung der Arbeit
No Result
View All Result
Home Feuilleton

„Heute wie damals kommt die Gewalt von rechts“

14. Mai 2021
in Feuilleton, Geschichte
„Heute wie damals kommt die Gewalt von rechts“

Gastautor: Gerhard Oberkofler, geb. 1941, Dr. phil., Universitätsprofessor i.R. für Geschichte an der Universität Innsbruck.

Aus Anlass der Vorkommnisse um die Salzburger Demonstration gegen Richard Nixon schreibt der Neuzeithistoriker Fritz Fellner an Justizminister Christian Broda (1972)

Ohne Rückgriff auf die gute alte Zeit und auf den damit verknüpften Personenkult kann festgestellt werden, dass der österreichische Justizminister der Jahre 1960 bis 1966 und 1970 bis 1983 Christian Broda (1916–1987) in der österreichischen Justizgeschichte eine herausragende Persönlichkeit ist. Wie viele Antifaschisten seiner Generation wollte Broda aufgrund der Erfahrungen mit den österreichischen und deutschen Faschisten, dass der Justizapparat Österreichs aus einem Repressionsinstrument dauerhaft zu einer die Freiheit schützenden sozialen Institution wird. Nach seinem kurzzeitigen Bekenntnis zur kommunistischen Weltanschauung fühlte sich Christian Broda den sozialdemokratischen Ideen verbunden, was im Prinzip die Unterwerfung unter die brutalen Gesetze der kapitalistischen Gesellschaft bedeutete und bedeutet. Über deren grundsätzliche politische und geistige Veränderbarkeit machte sich Christian Broda Illusionen, die sein marxistischer Bruder Engelbert Broda (1910–1983) nicht hatte.[1]

Der seit 1964 in Salzburg als Ordinarius für Geschichte der Neuzeit tätige Fritz Fellner (1922–2012) sah auf dem Hintergrund seiner Lebenserfahrungen und seines zeitgeschichtlichen Wissens in Christian Broda einen Ansprechpartner. Wegen der von den Medien applaudierten Erschießung eines Einbrechers in Wien durch einen österreichischen Polizisten wandte sich Fellner am 9. August 1968 an Christian Broda:[2] „Können, ja dürfen wir weiterhin zusehen, wie in vorgeblicher Diensterfüllung jede humanitäre Haltung vernichtet wird? Welches Recht, welche moralische Berechtigung haben wir zum Protest gegenüber den ungarischen oder tschechischen Grenzsoldaten, wenn unsere Polizisten ohne jede Hemmung einem davonlaufenden Dieb nachschiessen? Von der offensichtlich schlechten Ausbildung ganz abgesehen, die den Gebrauch der Waffe erst recht strafbar macht, denn wenn man auf die Beine zielt und in die Niere trifft, kann es mit der Ausbildung nicht weit her sein. Müssen Polizisten in Wien wirklich bewaffnet sein? Die Fragen ließen sich endlos fortsetzen, sie ändern nichts an dem deprimierenden Faktum: Die Pflichterfüllung steht über der Achtung vor dem Menschenleben. Gerade gestern las ich in einer Darstellung des ersten Weltkrieges von der Exekution einiger französischer Soldaten, die sich geweigert hatten, einen völlig sinnlosen, mörderischen Angriffsbefehl auszuführen. Wir sind offenbar noch um keinen Schritt weitergekommen. Und doch will mir scheinen, dass man in Fällen wie diesen eingreifen müsste, dort wo so wie hier die >Ordnung< vor einem Verbrecher geschützt wurde mit Methoden, die die Lebensordnung verletzen, ehe es – so wie schon einmal – dazu kommt, dass im Namen von höheren Ordnungen nicht nur ein Menschenleben, sondern Millionen vernichtet werden“. 

Broda kam der Brief gelegen, weil er sich schon öfters selbst mit dem Waffengebrauch durch die Polizei befasst hatte. Broda benützte Fellners Brief als Impuls, um über den Verfassungsausschuss des Nationalrates und dann im Nationalrat ein neues „Waffengebrauchsgesetz“ (Bundesgesetz vom 27. März 1969 über den Waffengebrauch von Organen der Bundespolizei und der Gemeindewachkörper) auf den Weg zu bringen. In seiner Rede im Parlament las Broda den Brief „von einem österreichischen Hochschullehrer“ vor, welcher eben Fellner war. Christian Broda gab dazu die Erläuterung, dass es, wie fast bei jedem Gesetz, „in gleicher Weise auf den Buchstaben ankommt wie auch auf dem Geist, in dem dieses Gesetz ausgelegt werden soll“.[3]

Zu Pfingsten 1972 (20. Mai) empfing der österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky (1911–1990) den US-amerikanischen Präsidenten Richard Nixon (1913–1994) auf dem Salzburger Flughafen, wo dieser auf seiner Reise nach Moskau zur Unterzeichnung des Vertrages über die Begrenzung von antiballistischen Raketenabwehrsystemen (28. Mai 1972) eine Zwischenlandung eingeschoben hat. Nixon war ein aggressiver Antikommunist und Rassist und hat, von Henry Kissinger (*1923) beraten, den Befehl zum Völkermord in Vietnam gegeben. Seltsamerweise wurde er vom Sozialdemokraten Bruno Kreisky außerordentlich hochgeschätzt. Zu Kissinger (*1923) pilgerten mit seiner Empfehlung strebsame österreichische Sozialdemokraten wie Heinz Fischer (*1938), die Österreich am System des Imperialismus der USA orientierten. Kissinger wörtlich: „Ich weigere mich zu glauben, dass wir eine kleine viertklassige Macht wie Nordvietnam nicht an den Punkt bringen können, an dem sie zerbricht“.[4]Nixon sei, so meinte Kreisky, der „erfolgreichste Entspannungspolitiker der USA nach 1945“.[5] Das werden die durch Napalmbomben verbrennenden Vietnamesen, von denen Bilder um die Welt gingen, anders gesehen haben. Die Medien im Sold des Imperialismus haben daraus gelernt und zeigen keine Bilder mehr von brennenden und verzweifelten Kindern, die Opfer der imperialistischen Kriege sind. Die terroristische Gewalt von Israel gegenüber den Palästinensern findet, glaubt man den Standardmedien, in einem klinisch gesäuberten Operationssaal statt, beschmutzt nur von Widerstand leistenden Palästinensern.

Mit den Opfern des US-amerikanischen Imperialismus solidarisierten sich viele Österreicher, die in Salzburg gegen den Empfang von Nixon demonstrierten. Gegen diese Friedensaktivisten, unter den mit Peter Kreisky (1944–2010) der Sohn des Kanzlers war, ging die Polizei massiv vor, wohl wissend, dass die herrschende politische Meinung auf ihrer Seite steht. Das alles beobachtete Fritz Fellner, der am 24. Mai 1972 in einem aufwendigen, drei Seiten langen, maschingeschriebenen Brief Christian Broda eine zeithistorische Einordnung der Ereignisse gibt.

„Sehr geehrter Herr Minister,

Im Sommer 1968 habe ich mich mit einem Brief an Sie gewandt, weil ich in meiner Empörung über das brutale Vorgehen der Polizei gegenüber einigen Jugendlichen, die sich ausserhalb des Gesetzes gestellt hatten, bei Ihnen Verständnis und Unterstützung zu finden hoffte. Sie haben meinen Brief damals für so bedeutsam gehalten, dass Sie ihn im Parlament bei der Diskussion über das Gesetz über den Waffengebrauch zur Verlesung brachten.

Ihr damaliges Verhalten gibt mir Mut, mich heute wieder an Sie zu wenden, wenn es darum geht, gegen das brutale Vorgehen der Polizei gegenüber einigen Jugendlichen zu protestieren, die nichts anderes wollten als von ihren demokratischen Rechten der freien Meinungsäusserung Gebrauch zu machen. Als Historiker ist es mir bekannt, dass zwischen einer Regierung und dem tatsächlichen Geschehen eine Informationskluft entsteht, die darin begründet liegt, dass Regierungsmitglieder aus den verschiedensten Gründen vom unmittelbaren Kontakt mit der Bevölkerung abgeschirmt werden und das Geschehen selbst nur mehr durch den Filter der Funktionäre und Beamten vermittelt bekommen. Nur so ist es erklärlich, dass Bundeskanzler Kreisky und Bürgermeister Salfenauer[6] sich in ihren Erklärungen zu den Ereignissen auf dem Salzburger Flughafen in so krassem Widerspruch zum tatsächlichen Ablauf der Ereignisse setzen konnten.

Als Historiker ist es mir aber nur zu schmerzlich bewusst, dass die Sozialdemokratie schon einmal versagt hat, als sie sich von dem Lügengeschrei der der reaktionären öffentlichen Meinung in der Zwischenkriegszeit hatte verleiten lassen, sich mit den vorgeblichen Ordnungshütern und s[o]g[enannten]. Staatsinteressen zu solidarisieren. Sie hat damals mit dieser Haltung den Weg in den Faschismus geöffnet. Als Historiker kann ich nicht umhin, den Politikern in Erinnerung zu rufen, dass die >Abgrenzung nach links< schon einmal, in den 20er Jahren, die Schleusen nach rechts geöffnet hat. Heute wie damals kommt die Gewalt von rechts (und nur die Parolen von links), und heute wie damals wird in infamer Verdrehung der historischen Wahrheit der Welt eingeredet, dass die Ordnung durch Gewalttaten von links bedroht sei, während unter dem Deckmantel der Erhaltung von Ordnung und Sicherheit die Freiheit zerschlagen wird.

Lassen Sie mich die Ereignisse vom Pfingstsamstag schildern, wie ich sie zum Teil miterlebt habe, oder wie sie mir von Teilnehmern geschildert wurden, die ich seit langem kenne und denen ich mehr vertrauen kann als Polizisten, ja selbst dem Chef der Staatspolizei.

Schon Tage vor dem Nixonbesuch hat die Salzburger Polizei in Zusammenarbeit mit gewissen Salzburger Zeitungen die Bevölkerung in eine Hysterie zu versetzen versucht, die durch nichts begründet war. Gerüchte über >Sonderzüge von Verschwörern<, Mitwirkung der Baader-Meinhof-Gruppe[7] wurden kolportiert u. a. mehr. Am Samstag nachmittag stellte sich dann heraus, dass der Zuzug von >fremden Elementen< relativ gering war, Träger des Protestes waren jene junge Gruppen von österreichischen Sozialisten, die es immer weniger verstehen können, dass ausgerechnet unter einer sozialistischen Regierung militaristisches Denken und Verhalten wieder aufblühen konnte, die bei allem Verständnis für die staatspolitischen Notwendigkeiten, die den Bundeskanzler verpflichten, den uneingeladenen amerikanischen Präsidenten zu begrüßen, nicht einsehen konnten, warum sie diese Gelegenheit nicht benützen sollen, um ihre Empörung über das amerikanische Vorgehen in Vietnam öffentlich kundzutun.

Die Demonstration war ordnungsgemäß gemeldet, sie war bewilligt, die Polizei hatte – so waren zumindest die Teilnehmer der Kundgebung überzeugt und so glaubte man die Zeitungsmeldungen interpretieren zu können – den Protestmarsch vom Alten Markt zum Flugplatz als Demonstration genehmigt. Bei Beginn der Demonstration wurde von der Polizei bekanntgegeben, dass der Zug sich nicht über die Stadt hinausbewegen dürfe, ja dass er praktisch nach knapp zwei Kilometer sich schon auflösen müsse – ein absurdes Verlangen, wenn man die Aufgabe des Demonstrationszuges bedenkt! Darüber hinaus aber erschien den Teilnehmern diese Massnahme als klarer Bruch einer Vereinbarung, als Bruch eines Rechtes. Als der Zug die Schwedenstrasse erreichte, sah er sich einer ersten Absperrung gegenüber, die den Weitermarsch verhindern wollte. Die Demonstranten liessen sich auf keine Konfrontation mit der Polizei ein, sie wichen aus und umgingen die Sperre. In der Innsbrucker Bundesstrasse sahen sie sich einer neuen, diesmal ganz schwachen Absperrung gegenüber. Diese Absperrung wurde durchbrochen, es kam zu einer kurzen Schlägerei, die so bedeutungslos war, das meine in der Mitte des Zuges marschierenden Söhne erst aus den Rundfunknachrichten davon erfuhren. (Die Salzburger Volkszeitung, die den Demonstranten wirklich keine Sympathien entgegenbringt, stellte gestern fest, dass das einzige Opfer dieses Zusammenstoßes ein Pressephotograph war, der von der Polizei niedergeschlagen wurde).

Der Zug traf im Weitermarschieren auf eine Absperrung, diesmal vermieden die Demonstranten die Konfrontation mit der Polizei, sie wichen noch einmal aus und in einem Umgehungsmanöver erreichten sie den Flughafen. Am Flughafen angekommen blieben die Demonstranten sofort nach Erreichen des Rollfeldes stehen; als ein Polizeiauto vorfuhr (diese Seite des Flughafens war überhaupt nicht von der Polizei >gesichert<, die Demonstranten hätten über das Rollfeld weiter bis zu den Gebäuden vordringen können, wenn es ihnen wirklich auf eine Störung der Begrüssungszeremonien angekommen wäre) und sie aufforderte, das Rollfeld zu räumen, da ein Aufenthalt dort gefährlich sei, zogen sie sich sofort ohne Widerspruch etwa 20 Meter auf die angrenzende Wiese zurück. Die Gruppe – ungefähr 1000 Leute, etwa gleichviel Burschen und Mädchen, in ihrer Überzahl aus Österreichern zusammengesetzt – verhielt sich völlig passiv, sie wollte nur demonstrieren, sie wolle nichts anderes als das Recht, dort auf dem Flughafen zu zeigen, dass es in Österreich nicht nur Jubelperser gibt (man hatte übrigens, wie Dr. [Hugo] Portisch in seinem Kommentar erwähnte, einige Autobusse mit Amerikanern von Deutschland herübergerbacht, damit sie Nixon zujubeln). Die Demonstranten attackierten nicht, sie enthielten sich auch jedweder Provokation, sie wollten verhandeln! Mitten in diese Verhandlungen ging die Polizei zum Angriff über. Was dann geschah, das ist aus der Fernsehaufzeichnung klar erkennbar. Die Jugendlichen, die nicht zum Kämpfen, sondern zum Demonstrieren gekommen waren, ergriffen die Flucht und die Polizisten schlugen mit sadistischer Brutalität auf die davonlaufenden oder auf dem Boden liegenden Burschen und Mädchen ein. Ich habe in Österreich seit den 30er Jahren keine solche Orgie an Brutalität gesehen, wie in dieser Fernsehaufzeichnung, und die Erzählung meiner Söhne und deren Freunde (ein Mädchen trägt als Folge der Polizeiattacke den Arm in Gips, sie hat Schlagspuren auf dem ganzen Körper) bestätigen den Eindruck vollauf. Wenn nachträglich von Seiten des Leiters der Staatspolizei und in den Erklärungen des Bundeskanzlers Kreisky und des Bürgermeisters Salfenauer behauptet wird, die Polizei sei bedroht gewesen und der Einsatz von brutaler Gewalt sei gerechtfertigt gewesen, so kann dies nur auf falschen Informationen beruhen, die durch einfaches Abspielen der Fernsehaufzeichnung eindeutig zu widerlegen wäre.

Für uns, die wir im Sozialismus die Befreiung von Gewalt, die Verwirklichung von Humanität erleben wollten, ist die Erfahrung, dass auch unter einer sozialistischen Regierung der Willkür und der Brutalität der Polizei kein Einhalt geboten wird, ernüchternd und niederdrückend. Doch dass die Führer der sozialistischen Partei ihre eigenen Lebenserfahrungen so vergessen konnten, dass sie sich auf Grund bewusst falscher Informationen mit der Aktion der Polizei solidarisieren können, das hat unter den jungen Leuten, auf deren Idealismus die Verwirklichung des Sozialismus angewiesen ist, eine Desillusionierung bewirkt, deren Folgen nicht abzusehen sind.

Es wäre für mich einfach, meine persönlichen Konsequenzen aus diesen Vorfällen zu ziehen, aber ich glaube, hier geht es um mehr und darum wende ich mich an Sie, in der Hoffnung, dass Missverständnisse aufgeklärt werden können, und jenes Netz von – vielleicht gezielter und geplanter – Fehlinformation, das die Regierung nicht nur in diesem Falle, sondern auch in anderen Belangen umgibt, durchschnitten werden kann. Ich verbleibe mit freundschaftlichen Grüssen Ihr.“

Ein bemerkenswerter Brief eines österreichischen Universitätsprofessors, der über die sich selbst genügenden Zirkeln der Universitätswelt hinausgeschaut hat. Ein Einzelereignis wird in den historischen Zusammenhang gestellt und warnt vor den möglichen Wiederholungen der Geschichte Österreichs. Gerade in der Gegenwart erlebt die bürgerlich demokratische Gesellschaft in Österreich wie in ganz Europa die Wiederbelebung des in ihr immer abrufbaren autoritären Regimes.


[1] Eduard Rabofsky: Im Gedenken an Christian Broda. Österreichische Vereinigung Demokratischer Juristen. Mitteilungen. März 1987, S. 7; verdienstvoll die Biografie von Maria Wirth: Christian Broda. Eine politische Biographie. V&R unipress Göttingen 2011. 

[2] Die zitierten Briefe von Fellner bzw. Broda sind im Nachlass Fritz Fellner überliefert. Haus‑, Hof- und Staatsarchiv Wien,

[3] Stenographische Protokolle der 137. Nationalratssitzung vom 27. März 1969.

[4] Vgl. Daniele Ganser: Imoerium USA. Die skrupellose Weltmacht. Orell füssli Verlag 2020, S. 224.

[5] Bruno Kreisky: Im Strom der Politik. Der Memoiren zweiter Teil. Kremayr&Scheriau Berlin 1988, S. 92–95.

[6] Heinrich Salfenauer (1920–1016) war 1970–1980 Bürgermeister von Salzburg und SPÖ Mitglied.

[7] Über Andres Baader (1943–1977) und Ulrike Meinhof (1934–1976) z. B. Jutta Ditfurth: Ulrike Meinhof. Die Biografie. Ullstein 2007.

ZdA sichtbar machen – Artikel teilen:
Bildquelle: RJSolerflare, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons
Schlagworte: GeschichteNixonSalzburg

Ähnliche Artikel

Ein Brief des 34jährigen Karl Marx öffnet der Befreiungstheologie einen Weg zum Marxismus
Geschichte

Ein Brief des 34jährigen Karl Marx öffnet der Befreiungstheologie einen Weg zum Marxismus

Gastbeitrag von Gerhard Oberkofler, geb. 1941, Dr. phil., Universitätsprofessor i. R. für Geschichte an der Universität Innsbruck. Als Marxisten denunzierte...

Der Segen der Fabriksarbeit
Kunst exklusiv

Venceremos (in memoriam Tibor Zenker, 1976–2026)

Von unserer Autorin Daniela Noitz. Sie lebt und arbeitet im Burgenland und ist seit 2011 als freie Schriftstellerin tätig. Venceremos...

Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Leon Tager: Ein am Holocaust-Gedenktag vergessener antifaschistischer Held

Girón 1961 – Die erste Niederlage des Imperialismus in Amerika

Girón 1961 – Die erste Niederlage des Imperialismus in Amerika

KI-Chatbot statt Arztbesuch – Wenn Gesundheit zur Ware wird

KI-Chatbot statt Arztbesuch – Wenn Gesundheit zur Ware wird

Zum 140. Geburtstag von Ernst Thälmann – Vermächtnis und Auftrag

Zum 140. Geburtstag von Ernst Thälmann – Vermächtnis und Auftrag

Weitere Artikel

Zeitung der Arbeit

ZdA-Wochenschau abonnieren


    ZdA-Wochenschau abonnieren (kostenlos)

    Ich möchte den Newsletter der Partei der Arbeit (PdA) abonnieren (kostenlos)

    Partei der Arbeit

    Meist gelesen

    PdA-Vorsitzender Tibor Zenker plötzlich und unerwartet verstorben
    Partei der Arbeit

    PdA-Vorsitzender Tibor Zenker plötzlich und unerwartet verstorben

    Die Diffamierung Greta Thunbergs geht in die nächste Runde
    Internationales

    Die Diffamierung Greta Thunbergs geht in die nächste Runde

    Ein Brief des 34jährigen Karl Marx öffnet der Befreiungstheologie einen Weg zum Marxismus
    Geschichte

    Ein Brief des 34jährigen Karl Marx öffnet der Befreiungstheologie einen Weg zum Marxismus

    Der Segen der Fabriksarbeit
    Kunst exklusiv

    Venceremos (in memoriam Tibor Zenker, 1976–2026)

    Land Niederösterreich streicht die Förderung: Jugendzentrum JA Don Bosco muss schließen
    Politik

    Land Niederösterreich streicht die Förderung: Jugendzentrum JA Don Bosco muss schließen

    Der gläserne Mensch – Reisepass im Smartphone, Kontrolle im System
    Panorama

    Der gläserne Mensch – Reisepass im Smartphone, Kontrolle im System

    © Zeitung der Arbeit, Organ der Partei der Arbeit
    Medieninhaberin: Partei der Arbeit (PdA), Bundesbüro: Drorygasse 21, 1030 Wien,
    E‑Mail: redaktion@zeitungderarbeit.at | Impressum | Datenschutzerklärung

    No Result
    View All Result
    • Politik
    • Panorama
    • International
    • Klassenkampf
    • Feuilleton
    • Kommentar
    • Partei der Arbeit
    • Schwerpunkte
    • Über uns
      • Blattlinie
      • Kontakt
      • ZdA-Wochenschau abonnieren
      • Zeitung der Arbeit unterstützen
      • Impressum
      • Datenschutzerklärung
      • Cookie Policy (EU)

    © Zeitung der Arbeit - Organ der Partei der Arbeit, Medieninhaberin: Partei der Arbeit (PdA), Bundesbüro: Drorygasse 21, 1030 Wien, E‑Mail: redaktion@zeitungderarbeit.at

    Unsere Website nutzt Cookies, um Ihnen eine bestmögliche Funktionalität bieten zu können.