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RB Salzburg holt doppelte Eishockeymeisterschaft

Die Titelträger im österreichischen Eishockey der Saison 2021/22 heißen Red Bull Salzburg bei den Männern und Sabres Wien bei den Frauen. Die Salzburger sicherten sich auch die internationale ICE-Trophy.

Székesfehérvár/Salzburg. Was die Fußballer des Red Bull-Sportimperiums auf dem Rasen können, gelingt auch den Cracks auf dem Eis: Der Eishockeychampion der Saison 2021/22 heißt EHC Red Bull Salzburg. Das Team um Kapitän Thomas Raffl schaffte am vergangenen Montag im Finale der ICE Hockey League auswärts beim ungarischen Gegner Fehérvár AV19 mit einem 3:1 den vierten Sieg in der Best-of-seven-Serie. Durch den 4:0-„Sweep“ sicherten sich die Salzburger also die Karl Nedwed-Trophy für den Gewinn der Internationalen Mitteleuropäischen Liga, an der neben österreichischen auch ungarische, slowakische, tschechische, slowenische und Südtiroler Vereine teilnehmen.

Den ebenfalls zu vergebenden österreichischen Staatsmeistertitel hatte der EHC RB Salzburg eigentlich schon im Zuge der ICE-Play-offs geholt: Im Semifinale gelang ebenfalls ein 4:0 in der Serie gegen die Vienna Capitals, und durch das gleichzeitige Ausscheiden des Villacher SV gegen Fehérvár war man das letzte verbliebene österreichische Team. Für den Titelverteidiger und Rekordmeister KAC aus Klagenfurt war heuer schon im Viertelfinale gegen die Capitals Endstation. Am Ende muss man, insbesondere aufgrund der Play-off-Ergebnisse, von zwei souveränen Titeln für die Salzburger sprechen, die bereits den Grunddurchgang für sich entschieden hatten und nun ihre neunte österreichische Meisterschaft sowie den siebenten EBEL/ICE-Titel feiern können. Die Roten Bullen sind gemeinsam mit dem VSV somit auch die österreichischen Vertreter in der europäischen Champions Hockey League in der kommenden Saison 2022/23.

Zuvor endet das Eishockeyjahr wie gewohnt mit der Weltmeisterschaft der Nationalteams. Nach dem Ausschluss Russlands und Weißrusslands rückte Österreich in die Top-Division auf und tritt daher ab 13. Mai bei der „A‑WM“ an, die in Finnland ausgetragen wird. In der Gruppenphase hat man als „Ersatz“ für Weißrussland die schwerere der beiden Gruppen erwischt: In Tampere sind die Gegner u.a. Olympiasieger Finnland, Schweden, Tschechien und die USA. Realistisch besehen wird Österreich gegen den Abstieg kämpfen, womit man eher gegen die Teams aus Lettland, Norwegen und Großbritannien punkten muss.

Den österreichischen Meistertitel der Frauen hatten sich schon früher in diesem Jahr die EHV Sabres Wien auf souveräne Weise im Finale gegen die KSV Neuberg Highlanders geholt – es war der zwölfte Titelgewinn in Serie. In der internationalen Meisterschaft EWHL reichte es für den Rekordsieger (sechs Titel) aus Wien jedoch „nur“ zum dritten Platz, nachdem man in der ersten Runde des „Final Four“-Turniers gegen den späteren Titelträger KMH Budapest das Nachsehen hatte. – Auch für Österreichs Frauennationalteam steht nun die Weltmeisterschaft auf dem Programm: In der zweiten Leistungsklasse (Division 1A) gehören die Österreicherinnen ab 24. April in Frankreich durchaus zu den Mitfavoritinnen auf den Aufstieg in die Top-Division.

Quelle: ORF

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