Start Panorama Schnapsbrennende Schuldirektoren mit Corona infiziert

Schnapsbrennende Schuldirektoren mit Corona infiziert

Kirchberg am Walde. Was wir durch die Corona-Pandemie nicht alles erfahren: Sechs Direktoren von landwirtschaftlichen Fachschulen in der Steiermark bilden einen „Club der Direktoren“ zur gemeinsamen Freizeitgestaltung. Hierbei mussten sie offenbar unbedingt Edelbrände herstellen, die normalerweise im Praxisunterricht mit den Schülern gebrannt werden, schließlich sollen die künftigen landwirtschaftlichen Fachkräfte gut in der Herstellung von Hochprozentigem ausgebildet werden. Doch aufgrund des Lockdowns fiel der Unterricht ja aus.

Daher mussten die Direktoren die Schnapsbrennerei also im Rahmen ihres geselligen Clubs diesmal alleine durchführen, was sich als keine gute Idee erwies – fast möchte man sagen: als Schnapsidee. Denn prompt haben sich drei der Schulleiter mit dem Corona-Virus infiziert. Mund-Nasen-Schutz sei da zwar verwendet worden, und auch der Raum sei groß gewesen, aber offenbar dürfte das Virus beim Weiterreichen der Gläser und beim Durchkosten des Destillats übertragen worden sein, so die Vermutung. Keiner der Beteiligten sei schwer erkrankt. Nach zweiwöchiger Quarantäne seien die Betroffenen wieder wohlauf.

Womit auch nochmals erwiesen wäre, dass Schnaps kein probates Mittel gegen das Corona-Virus ist – er taugt nicht als schützendes Desinfektionsmittel. Gewiss eine relevante Lektion für die abwesenden Schülerinnen und Schüler der sechs leitenden Lehrkräfte, die hierfür einen unfreiwilligen und undurchdachten Selbstversuch unternommen haben.

Quelle: ORF Steiermark

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