Brückeneinsturz: Erste Untersuchungsergebnisse vorgestellt

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Vergangenen Sonntag stürzte in Niederösterreich eine Brücke der Umfahrungsstrecke Wieselburg ein. Eine Untersuchungskommission stellt erstes Ergebnis vor: Statikfehler wahrscheinlich.

Niederösterreich. In Niederösterreich ist vergangenen Sonntag eine Brücke der Umfahrungsstraße Wieselburg eingestürzt. Die Umfahrungsstraße befindet sich momentan noch im Bau und die Brücke war noch nicht für den Verkehr freigegeben, sodass niemand verletzt wurde.

Die Straßenbaudirektion hat eilig eine externe und unabhängige Untersuchungskommission eingesetzt, die den Vorfall untersucht. Am Freitag wurde von Seiten der Kommission ein erstes Zwischenergebnis vorgelegt. Dieses besagt, dass ein Statikfehler als wahrscheinlich gilt. Straßenbaudirektor Josef Decker präzisiert, dass es Berechnungsfehler gegeben habe und die Dimensionierung nicht entsprechend der Belastung gewesen wäre.

Sowohl Beton als auch Stahlproben wurden von der eingestürzten Brücke entnommen. Die Proben werden nun ebenfalls von unabhängigen Einrichtungen untersucht. Ergebnisse liegen noch nicht vor. Ein endgültiges Ergebnis der Untersuchung der Ursachen des Einsturzes ist deshalb noch nicht möglich. Dies könnte auch noch Monate dauern.

Weitere Untersuchungen

Eine weitere baugleiche Brücke wird ebenfalls untersucht und baulich saniert. Einsturzgefahr besteht nach Auskunft der Straßenbaudirektion bei dieser Brücke nicht. Auch andere Brücken werden untersucht, die Straßenbaudirektion betonte Decker allerdings, dass Aufträge an unterschiedliche statische Büros vergeben werden würden. Das statische Büro, das für die eingestürzte Brücke verantwortlich ist, ist lediglich für eine weitere Brücke verantwortlich. Die Brücke wird einer intensiven Untersuchung unterzogen.

Die Eröffnung der Umfahrungsstraße wird, in Folge des Einsturzes und der nun laufenden Untersuchungen und Sanierungen, stark verzögert. Ursprüngliche hätte die Straße im Herbst fertiggestellt werden sollen, nun ist mit einer Verkehrsfreigabe erst im Frühjahr 2021 zu rechnen.

Quelle: ORF