HomePolitikSchulen als neuer Corona-Hotspot?

Schulen als neuer Corona-Hotspot?

Ab 4. Mai werden die Bildungseinrichtungen in Österreich schrittweise wieder hochgefahren. Als erstes gehen die Maturantinnen und Maturanten wieder in die Schule. Ab 15. Mai könnte dann auch der normale Unterricht wieder stattfinden. Dabei sollen strenge Sicherheitsregeln gelten.

Die Rede ist von Sicherheitsabstand, Mund- und Nasenschutz und einigem mehr. Von Lehrervertreterseite wird dabei kritisiert, dass es bei der derzeitigen Belegung der Klassen und dem Personalstand häufig weder möglich sei, einen Sicherheitsabstand einzuhalten, noch Klassen zu teilen. Es mangle schlicht an Infrastruktur und Personal. In vielen Klassen wäre kein Zugang zu Wasser vorhanden, geschweige denn Warmwasser. Regelmäßiges Händewaschen wäre dadurch erschwert und Desinfektionsmittel ist Mangelware.

Kritik von Gewerkschaft

Die Lehrergewerkschaft ÖLI-UG an den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen geht in ihrer Kritik am Plan der Schulöffnungen einen Schritt weiter. Sie gibt zu bedenken, dass eine zweite Infektionswelle durch die Öffnungspolitik der Regierung noch nicht abgeschätzt werden kann. Dies könne erst in drei bis vier Wochen ermittelt werden. Sollte der Schulbetrieb wieder hochgefahren werden und es zu einer zweiten Infektionswelle kommen, könnten Schulen zur Virenschleuder werden, mit Lehrerinnen und Lehrern als Ausgangspunkt.

Die Opposition fordert in einem Entschließungsantrag einen detaillierten Fahrplan über eine schrittweise Öffnung der Schulen ab Anfang Mai sowie Konzepte für Hygiene und den Umgang mit Risikogruppen – all dies blieb die Regierung bisher schuldig. Die Partei der Arbeit hat sich in einer Stellungnahme vor einigen Tagen für die Schließung aller Betriebe, die nicht zur Grundversorgung gehören, ausgesprochen. Sie kritisiert die Öffnungspolitik der Regierung.

Quelle: ORF / OÖN / PdA

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