Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hatte in den letzten eineinhalb Jahren die größte Munitionsfabrik Europas errichten lassen, als mögliche Ausweitung gilt die Raketenproduktion.
Düsseldorf. Der Rüstungskonzern Rheinmetall baut mit einem neuen Munitionswerk seine Produktion aus. Dieses wurde am vergangenen Mittwoch am traditionellen Standort Unterlüß von CEO Armin Papperger erröffnet, die Kosten beliefen sich auf rund eine halbe Million Euro. Bei voller Auslastung wird die neue Produktionsstätte das größte Munitionswerk Europas sein.
Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil, Verteidigungsminister Boris Pistorius (beide SPD) sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte nahmen an der Einweihung des neuen Werks teil. Die Bundesregierung schaffe die Voraussetzungen, das Land angesichts der russischen Bedrohung „kriegstauglich zu machen“, sagte Papperger. Pistorius sei „der Vater dieser Geschichte“, sagte er mit Blick auf das Werk, da er auf eine automatisierte Fertigung von Munition in Deutschland gepocht habe.“
Noch im laufenden Jahr sollen im neuen Werk 25.000 Schuss Muniton produziert werden, 2026 sollte es rund 140.000 sein und ab 2027 beträgt die Jahreskapazität dann bis zu 350.000 Schuss. Rheimetall ist bereits bislangs einer der größten Munitionsproduzenten weltweit. Der Düsseldorfer Konzern hat angesichts des Ukrainekrieges seine Produktionskapazitäten bei Waffen und Munition ausgebaut, der Rüstungsboom beschert ein rasantes Wachstaum. Der Umsatz kletterte zuletzt (2024) umd 24 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro – auf Munition belaufen sich 1,3 Milliarden.
Quelle: Der Standard