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Über Ludwig van Beethoven

Zum Abschluss des „Beethoven-Jahrs“ – Ludwig von Beethoven wurde vor 250 Jahren, Mitte Dezember 1770, geboren – bringen wir einige Einschätzungen zu seiner Bedeutung.

„Er war kein Komponist des Proletariats, und doch gehört seine Musik uns, der aufsteigenden Arbeiterklasse, nicht aber der Bourgeoisie. Beethoven lebte zu einer Zeit, wo erst die bürgerliche, nicht die proletarische Revolution zu vollbringen war. Aber den gewaltigen Schwung der jungen, starken, zuversichtlichen Französischen Revolution, den hat dieser Ludwig van Beethoven gekannt, verstanden, begrüßt und in Töne eingefangen.“ – Hanns Eisler, 1927

„Der 125. Todestag Beethovens 1952 legt der deutschen Nation die Verpflichtung auf, den großen Meister der Musik als den Repräsentanten des einheitlichen deutschen nationalen Kulturerbes, als fortschrittlichen freiheits- und friedliebenden Menschen, als Schöpfer bedeutender Werke in hervorragender Weise zu ehren. Beethoven muss dem gesamten deutschen Volk als der große schöpferische Mensch, der zäh und unbeugsam alle Widerstände überwand und ein Werk von Bedeutung schuf, nahegebracht werden.“ – Beethoven-Ausschuss der DDR, 1951

„Im Jahr 1970 wird zu Recht die Frage aufgeworfen, welcher der beiden deutschen Staaten die historische und moralische Legitimation besitzt, den Genius Beethoven sein Eigen zu nennen. Es ist bereits jetzt zu erkennen, dass der imperialistische Bonner Staat Beethovens Geburtsort nur allzu gerne für sich in Anspruch nehmen will, um seine historisch überholte Existenz mit der Aura Beethovens zu vergolden. (…) Angesichts der beschämenden Beispiele, die Film- und Fernsehen, die Monopolpresse, Regisseure und Manager des westlichen Schaugeschäfts, Schlagerkomponisten und Akteure der Reklame-Industrie im Namen Beethovens, unter Missbrauch seiner Person und Verfälschung seines Werkes produzierten, bestätigt sich voll und ganz die bei der Konstituierung unseres Beethoven-Komitees getroffene Feststellung: Jener Staat steht im schroffen Gegensatz zu allem, was der Name und das Werk Beethovens dem Volk bedeuten.“ – Willi Stoph, 1970

„Wenn wir heute Abend wieder die bewegende Neunte Sinfonie Beethovens mit den Worten Friedrich Schillers hören, können wir mit Fug und Recht sagen: ja, die humanistischen Hoffnungen und Träume vieler Generationen unseres Volkes, die in den Werken der deutschen Klassik ihren Ausdruck fanden, werden durch die Kraft der geeinten Deutschen Arbeiterbewegung in unserem sozialistischen Deutschen Staat immer stärker Realität. (…) Alle Menschen können Brüder werden, weil das werktätige Volk sich von den Ketten imperialistischer Ausbeutung und Unterdrücker befreite, und die Gestaltung seines Schicksals in die eigenen Hände nahm.“ – Walter Ulbricht, 1969

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