Start Internationales Chile: Referendum begräbt Verfassung aus der Zeit der Pinochet-Diktatur

Chile: Referendum begräbt Verfassung aus der Zeit der Pinochet-Diktatur

Überwältigende Mehrheit für eine neue Verfassung Chiles. Der Verfassungskonvent soll direkt vom Volk gewählt werden. 

Chile. Am Sonntag waren mehr als 14 Millionen Chileninnen und Chilenen dazu aufgerufen, über zwei Fragen abzustimmen: Soll Chile eine neue Verfassung erhalten und – falls ja – soll diese durch einen „Verfassungskonvent“, dessen Delegierte – je zur Hälfte Frauen und Männer – direkt vom Volk gewählt werden, oder durch einen „gemischten Verfassungskonvent“, bei dem die Hälfte der Mitglieder durch den derzeitigen Kongress besetzt werden, ausgearbeitet werden. Die Kommunistische Partei Chiles hatte sich im Vorhinein dem Bündnis „Apruebo“ angeschlossen und dazu aufgerufen, für einen Verfassungskonvent zu stimmen, der komplett vom Volk gewählt werden soll.

Und so fiel auch das gestrige Ergebnis des Verfassungsreferendums mit überwältigender Mehrheit aus: 78,27 Prozent der wahlberechtigten Chileninnen und Chilenen, rund 6 Millionen Menschen, entschieden sich dafür, die noch aus der Pinochet-Diktatur stammende Verfassung zu begraben und durch eine neue zu ersetzen. Lediglich 21,73 Prozent stimmten dagegen. Für einen direkt gewählten Konvent entschieden sich 78,99 Prozent der Wähler. Nachdem sich ein derart eindeutiges Ergebnis des Referendums abgezeichnet hatte, feierten zehntausende Menschen auf den Straßen und Plätzen in den großen Städten Chiles. Auch die Kommunistische Partei Chiles erklärte feierlich: „Adiós General. Hoch lebe das Volk! Unsere Umarmung an das heldenhafte Volk von Chile bei diesem großen Sieg.“

Quelle: Redglobe / Redglobe / Partido Comunista de Chile

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