HomeInternationalesErdöl im pazifischen Ozean vor Lateinamerika

Erdöl im pazifischen Ozean vor Lateinamerika

Peru. Aus einer Anlage der spanischen Erdölfirma Repsol sind mindestens 6.000 Barrel Erdöl ausgetreten und in den Pazifischen Ozean gelangt, das entspricht mehr als 950.000 Litern. Mindestens 1,2 Quadratkilometer Meeresfläche und 1,7 Quadratkilometer Strand sind von der Verseuchung durch das Erdöl betroffen. Die Folge ist eine massive Bedrohung der südamerikanischen Meeres- und Küstenökosystemen.

Der Präsident Perus Pedro Castillo hat dem ORF zu Folge einen zunächst 90 Tage dauernden Umweltnotstand ausgerufen, um die Umweltkrise zu bekämpfen. Bei einem Besuch eines der an den stärksten betroffenen Stränden in der Provinz Callo sagte Castillo: „Die ökologischen Schäden an unserer Küste sind untragbar. Der Staat hat straf‑, zivil- und verwaltungsrechtliche Maßnahmen angeordnet, um die Souveränität und das Wohlergehen unseres Landes zu schützen.“

Der ORF berichtet über die Version des Konzerns Repsol zur Ursache des Erdölaustritts, wonach die Raffinerie durch Flutwellen in Folge eines Ausbruchs des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha’apai im Südpazifikstaat Tonga beschädigt worden wäre. Der Konzern beschuldigt zudem den peruanischen Staat keine Warnung vor Flutwellen herausgegeben zu haben. Von Expertinnen und Experten ist jedoch zu vernehmen, dass der Bruch der Infrastruktur nichts mit dem Wellengang zu tun hat. Die peruanische Marine bestätigt die Version der Expertinnen und Experten und kündigt eine gründliche Untersuchung des Vorfalls durch eigene Experten an.

Die Flora und Fauna vor und an Perus Küsten sind in jedem Fall schwer getroffen von dem Vorfall. Für die Menschen in Peru hat die Katastrophe weitreichende Konsequenzen. Tausende Peruanerinnen und Peruaner leben direkt oder indirekt von den Meeres- und Küstenressourcen, deren Lebensunterhalt nun massiv bedroht ist.

Quelle: ORF/Telesur

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