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Kommunist in Kerala erstochen

Manilal, ein Mitglied der Kommunistischen Partei Indiens (Marxisten) wurde hinterrücks ermordet. Es handelt sich dabei um den vierten Mord an Aktivisten der CPI(M) innerhalb relativ kurzer Zeit. Bezweckt war die Schaffung einer Atmosphäre von Angst und Terror vor den Kommunalwahlen.

Kerala/Indien. Im Distrikt Kollam, der zum südindischen Bundesstaat Kerala gehört, wurde ein Mitglied der Communist Party of India (Marxist) in einem feigen Hinterhalt erstochen. Der Mord geschah am 6. Dezember gegen 20:30 Uhr. Die Mörder gehören der radikal-hinduistischen und faschistischen Organisation RSS (Rashtriya Swayamsevak Sangh) an. Dieses Freiwilligenkorps ist eng mit der konservativen und nationalistischen Partei BJP (Bharatiya Janata Party) verflochten, deren Schwesternorganisationen hierzulande die ÖVP, in der BRD die CDU und CSU sind.

Der Bundesstaat Kerala wird von einer Koalition von kommunistischen Parteien regiert. Die Kommunistische Partei Indiens (Marxisten) ist dabei ein häufiges Opfer von individuellen terroristischen Aktionen, um Ängste in der Bevölkerung zu schüren. Erst im September berichteten wir von einem Doppelmord an zwei Mitgliedern der kommunistischen Jugendorganisation DYFI.

Dieses Mal traf es den Genossen Manilal, ein 52-jähriger Arbeiter und aktives Parteimitglied. Er ist nun schon der vierte Arbeiter, der in den letzten Monaten von Parteien des rechten indischen Spektrums umgebracht worden ist.

Die CPI(M) verurteilt die erneute Ermordung eines ihrer Mitglieder und ruft zum Protest auf:

„Genosse Manilal, ein aktives Mitglied der CPI(M) auf der Munroe-Insel im Kollam-Distrikt von Kerala, wurde gestern gegen 20:30 Uhr vor dem Büro des Wahlkomitees der Left Democratic Front von RSS-Verbrechern brutal ermordet. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, aber der Genosse erlag seinen Verletzungen.

Der Mord ist unbestreitbar ein Ergebnis der planmäßigen Versuchen der RSS, Recht und Ordnung in der Region zu stören, auch in Anbetracht der in 24 Stunden stattfindenden Kommunalwahlen. Die RSS versucht bewusst, eine Atmosphäre des Terrors in einer Region zu schaffen, in der es in der Vergangenheit keine Gewalt gegeben hat.

Wir verurteilen den brutalen Mord an Genossen Manilal. Wir fordern alle demokratischen Kräfte auf, gegen diesen brutalen Mord zu protestieren.“

Quelle: Communist Party of India (Marxist)/In defense of Communism

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