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Schüsse auf Demonstranten im Gazastreifen

Gaza. Nach Zusammenstößen zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Demonstranten während Protesten zum Gedenken an den Brand der Jerusalemer Al-Aqsa-Moschee vor 52 Jahren hat das israelische Militär Luftangriffe auf den Gazastreifen geflogen. In einer Erklärung vom Samstagnachmittag verlautbarten die IDF, sie haben vier Waffenproduktions- und ‑lagerstätten im Gazastreifen angegriffen. Berichten zufolge wurden elf Palästinenser verwundet.

Die Razzien erfolgten Stunden, nachdem israelische Soldaten das Feuer auf junge Palästinenser eröffnet hatten, die am Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel protestierten. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden Dutzende von Menschen verletzt, darunter ein 13-jähriger palästinensischer Junge, dem in den Kopf geschossen wurde. „Einundvierzig Zivilisten wurden mit verschiedenen Verletzungen verwundet“, teilte das Ministerium in einer Erklärung laut Al Jazeera News mit.

Das israelische Militär bezeichnete die Demonstranten als „Randalierer“ und erklärte, einige hätten versucht, den Grenzzaun zu erklimmen und „Sprengsätze“ auf die Soldaten zu werfen. Man rechtfertigte sich, man habe „mit Mitteln zur Auflösung von Unruhen reagiert, wenn nötig auch mit scharfem Feuer“.

Die israelische Grenzpolizei teilte mit, ein 21-jähriger Scharfschütze ihrer Undercover-Einheit sei schwer verletzt worden, als er von einem palästinensischen Demonstranten angeschossen wurde. 

Al Jazeera berichtete aus dem Gazastreifen, dass mindestens zehn der verletzten Palästinenser Kinder seien und zwei sich in einem kritischen Zustand befänden. Die Gewalt war eine der schlimmsten seit einem tödlichen Angriff Israels auf den Gazastreifen im Mai.

Quelle: Al Jazeera News

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