HomeInternationalesTag des Sieges: Lettlands Behörden in Panik vor Blumen

Tag des Sieges: Lettlands Behörden in Panik vor Blumen

Das Gedenken an die Befreiung Europas vom Faschismus wurde im baltischen Staat zur „unerlaubten Versammlung“ erklärt. Tausende frische Blumen an einem Denkmal wurden sofort per Traktor im Müll entsorgt.

Riga. Polizei und Geheimdienste Lettlands waren am 9. Mai bereits in Alarmbereitschaft: Von offizieller Seite wurde das Gedenken an den Sieg über den Faschismus heuer zur „Provokation“ erklärt. Besuche von Friedhöfen und Gedenkstätten waren zwar nicht untersagt – was auch schwer umzusetzen gewesen wäre – doch Manifestationen rund um sowjetische Denkmäler jeglicher Art waren per Parlamentsbeschluss verboten. Durch diese Einschränkung der Versammlungsfreiheit sollte das „demokratische System Lettlands“ beschützt werden – offenbar vor dem Demos, der Bevölkerung des Landes, bestehend aus unterschiedlichen Ethnien, auch wenn Hunderttausenden Bewohnerinnen und Bewohnern ein Pass vorenthalten wird.

Denn Tausende ließen es sich auch angesichts dieser behördlichen Einschüchterungsversuche nicht nehmen, streng beobachtet von einem Polizeigroßaufgebot, Blumen am Denkmal der Befreier in Riga abzulegen. Wenige Stunden später schickten die Behörden schon einen Traktor, um die Blumen demonstrativ in den Müll zu befördern. Am Dienstagabend waren erneut wieder zahlreiche Blumen am Denkmal.

Video von der niederträchtigen Aktion der lettischen Behörden.

Seitens der lettischen Behörden mag man sich zu dieser „Heldentat“ auf die Schulter klopfen – das Gedenken an die Opfer des Krieges – bei dem nebenbei bemerkt auch über 250.000 Letten ums Leben kamen – zur Provokation erklären und Leute, die sich daran beteiligen, zu drangsalieren. Das widerliche, geschichtsverleumderische Vorgehen reiht sich ein in zahllose russophobe und antisowjetische Übergriffe, Verbote und Ausladungsorgien. In Estland gab es sogar Berichte über Floristen, denen seitens der Polizei vom Verkauf roter Nelken dringend abgeraten wurde.

Quelle: Junge Welt,

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