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WGB zum Umgang mit Geflüchteten an der weißrussischen Grenze

In einer Erklärung macht der Weltgewerkschaftsbund auf die prekäre Lage der Geflüchteten an der Grenze zwischen Belarus und Polen aufmerksam. Der WGB betont in seinem Solidaritätsaufruf jedoch auch die perfide Rolle der EU, die sich nun als vermeintlicher Deeskalator an die Grenze begibt.

Athen. Der Weltgewerkschaftsbund (WGB) ging anlässlich der Vorgänge an der Grenze zwischen Weißrussland und Polen mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit. Hierin wird festgehalten, dass sich die Spannungen an der belarussischen Grenze zu Polen täglich auf Kosten Tausender gestrandeter Migrantinnen und Migrantinnen sowie Geflüchteter verschärfen. Sie werden in der geopolitischen Konfrontation zwischen der EU, den USA und der NATO mit Belarus und Russland wie ein Tennisball behandelt. 

Hunderte von Menschen – meist aus Ländern Afrikas und des Nahen Ostens – haben versucht, die Grenze zu Polen zu überqueren. Mindestens sieben Menschen, die in der Grenzregion festsaßen, sind ums Leben gekommen. Unter dem Vorwand dieser Ereignisse erklären sich die EU und die NATO bereit, an der polnisch-weißrussischen Grenze einzugreifen, um die Tausenden von Flüchtlingen und Migranten, die in den geopolitischen Antagonismus verwickelt sind, zu „behandeln“.

WGB zeigt heuchlerische Rolle der EU auf

Unter dem Titel „Das Leben von Flüchtlingen ist kein Werkzeug imperialistischer Antagonismen“ hält der WGB fest: „Das Interesse Brüssels an Flüchtlingen und Migranten kann nur als heuchlerisch bezeichnet werden, wenn es in anderen Ländern wie Griechenland, Italien, Spanien, der Türkei usw. Tausende von Menschen im Rahmen seiner Abkommen in Gefangenenlagern einsperrt.

Im Rahmen dieser Debatte wird versucht, die wahren Verursacher des Flüchtlings- und Migrantendramas, das wir derzeit an der weißrussisch-polnischen Grenze erleben, das wir seit Jahren in der Ägäis erleben, das wir vor einigen Monaten in Spanien erlebt haben, wieder einmal im Dunkeln zu lassen.

Dieselben Leute, die mit ihren Kriegen und Abkommen die Menschen zu Flüchtlingen machen, treten manchmal als Retter auf und bereiten manchmal Militäraktionen und neue Sanktionen vor, die den Völkern neues Leid bringen werden. Diese unschuldigen Menschen kommen zu den Tausenden von Flüchtlingen hinzu, die auf dem Land oder im Meer sterben, um den Folgen der von den Imperialisten angezettelten Kriege zu entgehen – das sind keine Unfälle, das sind Verbrechen. Die Einwanderer und Flüchtlinge werden durch die imperialistische Politik der NATO, der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union, durch ihre Aggressivität und Intervention in diese Lage gezwungen.“

Der WGB ruft abschießend die Völker auf, alarmiert zu sein und Solidarität mit den Unterdrückten zu zeigen, indem sie gegen die Ursachen kämpfen, die Menschen aus ihren Ländern vertreiben, also gegen die imperialistischen Interventionen, bei denen die EU, die USA und die NATO führend sind.

Quelle: WGB

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