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30 Coronavirus-Fälle in Post-Logistikzentrum Hagenbrunn

Im Post-Logistikzentrum Hagenbrunn steigt die Arbeitsbelastung und der Stress durch die Corona-Krise tendenziell an. Es gibt aktuell 30 bekannte Corona-Fälle.

Hagenbrunn/Niederösterreich. Der niederösterreichische Sanitätsstab gab bekannt, dass ihm seit vergangener Woche knapp 30 Coronavirus-Fälle aus dem Post-Logistikzentrum Hagenbrunn im Bezirk Korneuburg vor den Toren Wiens gemeldet wurden. Zwei Drittel der 300 Kolleginnen und Kollegen wurden bisher getestet, diese Woche sollen die restlichen Mitarbeiter auch noch dem Corona-Test unterzogen werden.

Das Paketzentrum Hagenbrunn hat die Österreichische Post schrittweise ab Sommer 2019 in Betrieb genommen. Der Vollbetrieb läuft seit September 2019 mit einer Sortierleistung von bis zu 13.500 Paketen pro Stunde. Der 50 Millionen Euro teure Neubau in Hagenbrunn diente zur Entlastung des zu klein gewordenen Paketzentrum Wien. Durch das neue Logistikzentrum in Hagenbrunn erhöhte sich die Sortierkapazität der Österreichischen Post um mehr als 25 Prozent.

Ein Sprecher der Post wies darauf hin, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon vor Wochen seitens der Post mit Schutzmasken, Desinfektionsmitteln und Handschuhen ausgestattet wurden. Jetzt gebe es auch Fiebermessungen zu Dienstbeginn und eine Informationskampagne rund um das Thema Covid-19 in mehreren Sprachen.

So viele Pakete wie zur Weihnachtszeit

Seit Beginn der Coronavirus-Krise sei das Paketaufkommen auf das Niveau der Weihnachtszeit gestiegen. Das bedeutet, dass österreichweit an Spitzentagen 600.000 bis 700.000 Pakete ausgeliefert werden, in Hagenbrunn allein werden täglich um die 200.000 Pakete bearbeitet. Die Steigerung durch die Ausgangsbeschränkungen betrage laut Post zehn bis 20 Prozent. Auffallend sei dabei der hohe Anteil an Sperrgut. „Vom Rasenmäher bis zur Bierbank – derzeit wird quasi alles online bestellt“, heißt es, seit Frühlingsbeginn bzw. Ostern sei dieser Anteil stark gestiegen. Auch seit Wiedereröffnung der Geschäfte sei derzeit noch kein Rückgang spürbar, heißt es bei der Post AG.

Dass die außerordentliche Stressbelastung begünstigend auf das Risiko, mit dem Corona-Virus angesteckt zu werden, wirkt, liegt auf der Hand. Ist doch allgemein bekannt, dass Dauerstress zu einer Schwächung des Immunsystems führt.

Quelle: ORF Niederösterreich, paketda​.at

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