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ATB-Arbeitsstiftung startet

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens gehen im ATB-Werk in Spielberg fast alle Arbeitsplätze verloren. Das Land Steiermark richtet eine Arbeitsstiftung für die Betroffenen ein.

Spielberg. Nachdem der sogenannte Sanierungsplan für den insolventen Antriebstechnik-Konzern im Oktober angenommen wurde, steht die Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen trotzdem ohne Arbeit da. Es bleiben von 400 Arbeitstellen lediglich 10 Prozent, also 40 erhalten. Am steirischen Standort fokussiert man in Zukunft auf den Bereich Forschung und Entwicklung, die Produktion von Motoren für Haus- und Gartenanwendungen wird eingestellt. Der Vertrieb, die Logistik sowie der Kundenservice werden ebenfalls in Spielberg angesiedelt sein. Die im Werk vorhandenen Maschinen werden wie schon länger bekannt auf andere Standorte der chinesischen Wolong-Gruppe aufgeteilt.

Für die Kolleginnen und Kollegen, die die Grundlage ihres Lebensunterhalts verlieren, wurde eine Arbeitsstiftung gegründet. Hier sollen sie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten erhalten. Für die rund 360 Mitarbeiter stehen etwa zwei Millionen Euro zur Verfügung. Diese werden vom Sozialressort des Landes und vom steirischen AMS zur Verfügung gestellt. Ob diese Maßnahmen den Kolleginnen und Kollegen wirklich helfen, bleibt abzuwarten, jedoch ist klar, dass die Konzerne und die Profiteure nicht einspringen, wenn es Nöte in der Arbeiterklasse gibt. Das kann nur mit Klassenkampf von unten beantwortet werden.

Quelle: ORF

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