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Autozubehörhändler Forstinger schließt Filialen und kündigt Angestellte

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Im Zuge eines neuerlichen Insolvenzverfahrens schließt Forstinger elf Standorte. 50 betroffene Angestellte verlieren ihre Jobs.

Tulln/St. Pölten. Die Kfz-Zubehör- und Werkstättenkette Forstinger GmbH kündigte im Zuge ihrer dritten Insolvenz in diesem Jahrtausend harte Einschnitte an. Mit Ende August schließen elf der 86 Standorte für immer, 50 Angestellte wurden beim AMS-Frühwarnsystem gemeldet. Die betroffenen Filialen sind vor allem in Niederösterreich (Hagenbrunn, Traisen, Traiskirchen, Waidhofen/Thaya, Zistersdorf) und Tirol (Imst, St. Johann, Vomp), einzelne in der Steiermark (Murau), im Burgenland (Pinkafeld) und in Oberösterreich (Ried im Innkreis).

Indem das Unternehmen zum Kahlschlag ansetzt und dabei fast zehn Prozent der Belegschaft kündigt, hofft man freilich auf eine geordnete Weiterführung trotz Insolvenz. Forstinger hatte Anfang Juli beim Landesgericht St. Pölten einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren bei einer 20-Prozent-Quote gegenüber den Gläubigern eingebracht. Die Unternehmensstraffung und der Personalabbau sind Teil des Plans, den Betrieb ansonsten fortzusetzen. An den verbliebenen Standorten sollen das Service- und Werkstättenangebot sogar ausgebaut werden.

Der Unternehmensumsatz war zuletzt auf 90 Millionen Euro gesunken. Das Forstinger-Management macht Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die Inflation sowie den Kaufkraftverlust der Kundschaft für die neuerliche Insolvenz verantwortlich. Mit dem Sanierungsplan wird nun – abermals – das Unternehmen „gerettet“, dafür bezahlen muss wie üblich ein relevanter Teil der bisherigen Angestellten.

Quelle: Der Standard

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