Start Klassenkampf Bankenpleite: Einleger sollen die Zeche bezahlen

Bankenpleite: Einleger sollen die Zeche bezahlen

Wien. Auch die Raiffeisenbank International (RBI) ist von der Pleite der Commerzialbank Mattersburg betroffen. Eine Tochtergesellschaft der RBI, die Raiffeisen Bausparkasse, muss nun ebenfalls Geld in die Einlagensicherung zahlen. Johann Strobl, Chef der Raiffeisenbank International, bezifferte die Summe, die einzuzahlen sei, mit 18 Millionen Euro über die nächsten fünf Jahre verteilt. In diesem Zusammenhang sprach er sich dafür aus, dass die Einlegerinnen und Einleger einen Selbstbehalt in der Höhe der Zinsen oder höher bezahlen sollten und bezeichnete dies als Eigenverantwortung.

Die Raiffeisenbank International spürt die Krise des Kapitalismus zwar und hat im Vergleich zum Vorjahr einen Gewinnverlust von einem Drittel zu verzeichnen, aber verzeichnet noch immer einen Profit von 368 Millionen Euro.

Es ist nichts Neues, dass die Kosten der Krisen des Kapitalismus auf die Arbeiterklasse und das Volk abgewälzt werden – sei es in Form von Kurzarbeit, Bankenrettungspaketen, Arbeitslosigkeit und vielen anderen Maßnahmen zur Rettung der Profite. Der neue Vorstoß von Strobl ist aber besonders dreist. Denn über Jahre hinweg wurden bei der Commerzialbank Bilanzen gefälscht, wofür nun die Einleger bezahlen sollen.

Quelle: ORF

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