Start Klassenkampf Drei Arbeiter wegen Corona-Maßnahmen gefeuert

Drei Arbeiter wegen Corona-Maßnahmen gefeuert

Wien. In einer Etikettenfirma sind drei Kollegen im Kontext von Corona gefeuert worden. Sie sollen den Corona-Sicherheitsabstand nicht eingehalten haben. Einer von ihnen ist ehemaliger Betriebsrat, nach Angaben der Gewerkschaft habe er sich mit Kollegen, unter Einhaltung der Epidemieschutzmaßnahmen über Probleme am Arbeitsplatz ausgetauscht. Er berichtete davon, dass ein Mitarbeiter gekündigt worden war, weil dieser die behördlich angeordnete Quarantäne eingehalten hätte. Ein anderer, sei ebenfalls gekündigt worden nachdem er an COVID-19 erkrankt war. Von den 160 Kolleginnen und Kollegen in dem Konzern haben sich 22 mit Corona infiziert.

Nun kommt es zu einer Klage mit einer Schadensersatzforderung von 70.000 Euro für die drei Arbeiter. Der Konzern hat nun ein Angebot von 35.000 Euro gemacht, um den Prozess zu verhindern. Die Kollegen gehen hierauf jedoch nicht ein.

Eigenverantwortung statt Pflicht des Konzerns

Der Umgang des Konzerns mit den Kolleginnen und Kollegen ist skandalös, da diese ihre Gesundheit durch ihre tägliche Arbeit ohnehin aufs Spiel setzen müssen, während die Chefetage in der Regel im Homeoffice sitzt. Vor diesen Skandalkündigungen, der die Verantwortung auf die Arbeiter überträgt und diese verantwortlich macht, kam es Berichten zufolge bereits zu mehreren Anrufen bei der AK-ÖGB-Hotline zu Job und Corona. Arbeiterinnen und Arbeiter beschwerten sich hier, dass der Konzern nicht die notwendigen Epidemieschutzmaßnahmen einhalten würde.

Quelle: APA-OTS

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