HomeKlassenkampfErster Apple-Standort in den USA entscheidet sich für Gewerkschaft

Erster Apple-Standort in den USA entscheidet sich für Gewerkschaft

In Maryland geschieht das, was die Apple-Konzernleitung überall auf schändliche Weise unterbinden will: Die Handelsangestellten treten einer großen Gewerkschaft bei.

Baltimore. Erstmals erhalten Beschäftigte des US-Konzerns Apple in den Vereinigten Staaten eine gewerkschaftliche Vertretung. Mehr als 100 Angestellte von Apple-Stores im Bundesstaat Maryland haben sich in einer Abstimmung mit größer Mehrheit für den Beitritt zur „International Association of Machinists and Aerospace Workers“ (IAM) entschieden, die in den USA und Kanada über mehr als 650.000 Mitglieder verfügt. Bislang gab es im Heimatland des riesigen Technologiekonzerns keine gewerkschaftliche Organisierung im Einzelhandelsbereich, nun könnten auch andere Standorte von Apple dem Beispiel von der Ostküste folgen.

Die Angestellten in Maryland ließen sich als erste nicht mehr vom Konzern-Management einschüchtern und beharrten auf ihrem Recht auf gewerkschaftliche Organisierung. Erst im vergangenen Monat verzichteten die Kollegen am Standort Atlanta (Georgia) schließlich auf diesen Schritt, nachdem es im Vorfeld der geplanten Abstimmung Drohungen gegeben hatte. Einige große und namhafte US-Konzerne – darunter neben Apple auch Amazon oder Starbucks – ziehen alle Register, um eine gewerkschaftliche Vertretung in ihren Betrieben und an ihren Standorten zu verhindern. Zu den hinterhältigen Methoden gehören regelrechte Schmutzkampagnen, aber auch Drohgebärden und Entlassungen. Gerade dies unterstreicht allerdings, wie wichtig die kollektive Selbstorganisierung der Arbeiter und Angestellten ist. 

Quelle: Der Standard

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