HomeKlassenkampfEuroraum: Höchste Inflation seit Jahrzehnten

Euroraum: Höchste Inflation seit Jahrzehnten

Die aktuelle Preisentwicklung zeigt konstant in eine Richtung, und zwar in die Höhe. Das trifft nicht nur in Österreich, sondern auch für den gesamten Euroraum und darüber hinaus zu. Die November-Inflation lag bei 4,9 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Die Statistik Austria geht für Österreich von einer Inflationsrate 4,3 Prozent im November aus.

ECI hält fest, die Teuerung ist Produkt des Kapitalismus

Das Sekretariats der Initiative kommunistischer und Arbeiterparteien Europas (ECI) hat anlässlich dieses schon länger andauernden Trends im November eine Erklärung „Zu den andauernden Preissteigerungen bei Strom, Treibstoff und Gütern des täglichen Bedarfs“ veröffentlicht und hierin festgestellt: „Die Preissteigerungen bei den Grundbedarfsgütern sind keine Überraschung oder unerwünschte Folge der Krise, sie sind nicht vom Himmel gefallen. Es ist die Intensität der Ausbeutung selbst, das Streben nach maximalem Profit, der Wettbewerb, der zum Anstieg der Produktpreise führt, es ist die „extensive Politik“, die Milliarden von Euro an das Großkapital zur Verfügung stellt und die Inflation anheizt.

Sie ergeben sich aus der Tatsache, dass die Energie- und Lebensmittelmärkte so konzipiert sind, dass sie die Interessen der Kapitalisten befriedigen und nicht die Bedürfnisse der Menschen. Die totale Liberalisierung der Märkte, die sogenannte „grüne Übergangs“-Strategie mit dem Handel von Schadstoffen, die „Monokultur“ von sehr teuren und instabilen erneuerbaren Energien und die Spekulation mit den Grundgütern verursachen hohe Preise und nicht billigere, wie die Vertreter der Kapitalinteressen behaupten.“

Schlechte Lohnabschlüsse, Lockdown und Winter

Mit dem bevorstehenden Winter sowie einem neuerlichen Lockdown sind diese Preissteigerungen für die Arbeiterklasse immer schwerer zu stemmen. Fehlende Trinkgelder, Arbeitslosen- oder Kurzarbeitsgeld sorgen ohnehin für Engpässe, ebenso wie die nicht adäquaten Lohnabschlüsse, die eine solche Teuerung nicht decken können. Der Miniwarenkorb beispielsweise stieg bereits im Oktober um 8,5 Prozent. Das heißt, dass der Einkauf des wöchentlichen Bedarfs um diesen Prozentsatz teurer geworden ist.

Die Arbeitsklasse zahlt also wieder doppelt und dreifach für die Rekordprofite der Konzerne, die im großen Stil aus Steuergeldern finanzierte Staatshilfen kassiert haben.

Quelle: Ö24/Partei der Arbeit/WKO

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