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Gewalt an Frauen weiterhin ein Problem

Wien/Laakirchen. Am Montag wurde am Wiener Landesgericht ein junger Mann wegen versuchten Mordes an seiner Ex-Freundin zu zehn Jahren Haft verurteilt. Dem gingen 50 Messerstiche auf seine 16-jährige Ex-Freundin voran. Und in Laakirchen (Bezirk Gmunden, OÖ) zerrte am vergangenen Freitag ein 50-jähriger Mann seine 19 Jahre alte Freundin über einen öffentlichen Platz und drohte ihr damit, ihre Katze zu töten. In diesem Fall wurde sich eingemischt und Schlimmeres konnte verhindert werden.

Dies sind zwei aktuelle Nachrichten, die jedoch eine Systematik aufweisen. Denn in Österreich werden viele Frauen Opfer von Gewalt und diese findet in der Regel im unmittelbaren Umfeld statt. 20 Prozent der Frauen in Österreich sind bis zu ihrem 15. Lebensjahr körperlicher und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt, jede dritte Frau in dieser Alterskohorte hat in irgendeiner Form sexuelle Belästigung erfahren. Mit 36 Frauenmorden nahm Österreich 2017 einen traurigen Spitzenplatz im EU-Vergleich ein. 2019 lag diese Zahl bei 39 Fällen und 2020 wurden mit Stand 12. Oktober bereits 19 Morde an Frauen begangen – auch diese in der Regel innerhalb von sozialen Naheverhältnissen. Gewalt steht somit für viele Frauen an der Tagesordnung und findet meistens im Privaten und vermeintlich unbemerkt von der Öffentlichkeit statt.

Quelle: ORF/OÖNachrichten/Autonome Österreichische Frauenhäuser

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