Steiermark. Die Arbeiterkammer (AK) berichtet von einer
Kündigung die einer Opfer-Täter-Umkehr gleichkommt. In der Steiermark kam es zu
der Kündigung einer Kollegin, mit der Begründung „Auf Mitarbeiterinnen, die
einen auf Me Too machen, kann ich verzichten.“ Diesem Ausspruch ging voraus,
dass eine Kollegin, die durch die AK als Frau H. bezeichnet wird freitags mit
einer Kollegin etwas trinken gehen wollte. Ein Kollege schloss sich Berichten
zufolge ungefragt an und griff Frau H. zwischen die Beine, versuchte sie zu Küssen.
Als sie dich dagegen zur Wehr setzte beschimpfte er sie als
„Schlampe“ und „Hure“, daraufhin machte sich Frau H. auf
die Flucht und der Übergriffige folgte ihr, hierbei verletzte er sich selbst.
Am darauffolgenden Montag wurde sie mit den oben geschriebenen Worten
gekündigt, ohne dass die Fakten interessiert hätten.
Die AK-Steiermark ging gegen diese Kündigung vor und erzielte 1.300 Euro
Schadensersatz für die Kollegin. Das Geld ist sicherlich besser als leer
auszugehen, jedoch erscheint es bei diesem Vorgehen wie ein Farce, da es der
Kollegin weder ein geregeltes Einkommen bietet noch eine Konsequenz für die
Täter impliziert.
Quelle: Arbeiterkammer
„Mein Körper ist kein Fürstenrecht“
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