HomeKlassenkampfJugendECI-Erklärung zum gemeinsamen Kampf der Jugend und der Arbeiterklasse

ECI-Erklärung zum gemeinsamen Kampf der Jugend und der Arbeiterklasse

Das Sekretariat der Initiative Kommunistischer und Arbeiterparteien (European Communist Initiative, ECI) veröffentliche eine Erklärung unter dem Titel „Die Hoffnung für die Jugend liegt in ihrem gemeinsamen Kampf mit der Arbeiterklasse für ihre Rechte und den Umsturz der kapitalistischen Barbarei”. 

Wie der Name der Erklärung verdeutlicht, geht es in der Erklärung darum zu klären, dass die Jugend keine Sonderinteressen hat und gemeinsam mit der Arbeiterklasse sowie den kleinen und mittleren Volksschichten für die Rechte kämpfen müsse. Es geht nicht nur darum, Angriffe, denen Sie unter der aktuellen Krise und konfrontiert mit einem imperialistischen Krieg abzuwehren, sondern um mehr.

Probleme an den Universitäten und Schulen

Zur Lage der jungen Menschen an den Universitäten und Schulen hält das Sekretariat der ECI folgendes fest: „Schon in den Jahren vor der Pandemie und der Krise gab es immer wieder Proteste von Studierenden an europäischen Universitäten gegen Kürzungen im Bildungsbereich durch verschiedene bürgerliche Regierungen. Ein immer wiederkehrendes Problem war die fehlende Infrastruktur an den Universitäten, um die steigende Zahl der Studierenden zu betreuen, aber auch die zunehmende Prekarisierung der Arbeitsbedingungen an den europäischen Universitäten und die damit einhergehende Durchsetzung eines europäischen Arbeitsmarktes mit unzumutbaren Bedingungen an den Universitäten. Die bürgerlichen Parteien und ihre Studentenorganisationen empfahlen und propagierten das Streaming von Vorlesungen als Lösung für den Mangel an Sitzplätzen und die überfüllten Hörsäle. Dies hat schwerwiegende Folgen für die Studierenden und das Personal, denn es bedeutet eine Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Studierenden und Lehrkräften sowie eine Erhöhung der Arbeitsbelastung für das Lehrpersonal. Anstatt neue Arbeitsplätze an den Hochschulen zu schaffen, die dem Bedarf durch die steigende Zahl der Studierenden entsprechen, führt die Digitalisierung der Lehre eher zu einem weiteren Abbau des Mittelbaus. Im Zuge der Pandemie wurde unter dem Vorwand des Gesundheitsschutzes überall das Streaming von Vorlesungen eingeführt und die Universitäten entsprechend umgerüstet.

Auch die Schülerinnen und Schüler sind von der Digitalisierung der Lehre betroffen. Probleme, die an den Schulen aufgrund der maroden Infrastruktur und der überfüllten Klassenräume ohnehin schon bestanden, haben sich durch die Pandemie noch verschärft. Der ständige Wechsel zwischen digitalem und persönlichem Lernen sowie viele andere Probleme haben bei vielen Schülerinnen und Schülern zu großen Lernlücken geführt. Viele haben aufgrund des digitalen Lernens mit Konzentrationsproblemen zu kämpfen. Darüber hinaus ist die Zahl der psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen durch die Gesundheitspolitik und das Krisenmanagement der bürgerlichen Regierungen stark angestiegen. Das sind Probleme, mit denen die Jugendlichen allein gelassen werden, es zeigt sich einmal mehr, dass ein Gesundheitssystem im Interesse der Monopole keinesfalls in der Lage ist, den Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden.“

Kein „Generationenkonflikt“, gemeinsamer Klassenkampf

Es wird betont, dass die Jugend keine Sonderinteressen habe, und es keinen sogenannten Generationenkonflikt gibt. Die Linie verläuft zwischen Kapital und Arbeit und nicht zwischen Jungen und Alten, deswegen muss die Jugend auch gemeinsam mit der Arbeiterklasse und den kleineren und mittleren Volksschichten für die Rechte kämpfen heißt es. Die „Jugend der Arbeiterklasse und der kleinen und mittleren Volksschichten [muss] lernen, sich zu organisieren und ihre Anliegen im Rahmen der gemeinsamen Interessen mit der Arbeiterklasse durchzusetzen. Durch ihr organisiertes und diszipliniertes Verhalten am Arbeitsplatz, in der Universität, in der Schule und auf der Straße hat die Jugend die Kraft und die Möglichkeit, dem Kampf der Arbeiterklasse für die Verbesserung ihrer unmittelbaren sozialen Lage sowie für eine Gesellschaft, die frei von der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ist, für den Sozialismus-Kommunismus, neuen Schwung zu verleihen.“ schließt die Erklärung ab. Das ist auch der Grund, warum sich die Jugendfront der Partei der Arbeit gegründet hat, um diesen Kampf in Österreich zu führen.

Quelle: Partei der Arbeit

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