HomeKlassenkampfJugendSchule und Matura in der Pandemie

Schule und Matura in der Pandemie

In den vergangenen Jahren wurde viel über die Schulen in der Pandemie gesprochen. Selten jedoch wurde mit den Schülerinnen und Schülern selbst gesprochen und, wenn doch, dann nur mit den Repräsentanten parteipolitischer Schülerorganisationen. Wir haben uns deshalb mit einer Schülerin und einem Schüler, die heuer maturieren werden, zum Gespräch getroffen.

Hallo Armin, hallo Rosa, erst einmal danke für das Interview. Stellt euch doch unseren Leserinnen und Lesern kurz vor, die kennen euch ja noch nicht.

R: Hallo, Ich bin Rosa und besuche die achte Klasse eins Gymnasiums in Wien.

A: Hallo, ich bin Armin. Ich bin 19 Jahre alt und besuche die fünfte Klasse der Handelsakademie (HAK) in Innsbruck.

R: Oh, das habe ich jetzt vergessen. Ich bin 18 Jahre alt.

Wie waren die vergangenen Schuljahre unter den Bedienungen der Pandemie für euch?

R: Insbesondere die Zeit am Beginn der Pandemie war besonders schwierig bei mir in der Klasse. Es gab überhaupt keine professionelle Arbeitsweise und auch keine einheitliche Arbeitsweise, verschiedene Lehrer nutzten verschiedene Kanäle und Plattformen, um den Fernunterricht zu organisieren. In vielen Fällen gab es auch einfach nur Arbeitsaufträge ohne eine Kommunikationsmöglichkeit mit dem Lehrer/der Lehrerin. Mittlerweile gibt es aber eine einheitliche Arbeitsweise und es werden dieselben Plattformen und Kanäle genutzt. Ich persönlich habe es geschafft mich ganz gut im Fernunterricht einzurichten, viele andere hatten da, denke ich, größere Schwierigkeiten. Mathe war und ist aber besonders schwer im Fernunterricht.

A: Meine Erfahrung ist ähnlich zu dem, was Rosa da geschildert hat. Der Unterricht fand bei uns von Beginn an über dieselben Plattformen und Kanäle statt, es gab aber trotzdem einige Probleme. Der Unterricht an und für sich konnte so einigermaßen abgewickelt werden aber vor allem Hausaufgaben und Arbeitsaufträge waren einigermaßen schwierig zu erledigen. Das hat damit zu tun, dass sich im Fernunterricht und dem quasi ständig am PC arbeiten ein gewisser Verlust der Übersicht eingestellt hat. Der zeitweise Schichtbetrieb hat den Unterricht, dann aber noch einmal verkompliziert. Das einige Lehrer Online Unterricht halten mussten und zu Hause waren während andere in Präsenz unterrichten mussten bei gleichzeitigem Technologieeinsatz hat viel Chaos verursacht. Viele Lehrer wurden davon unvorbereitet getroffen.

R: Der Fernunterricht war für viele Lehrerinnen und Lehrer eine große Herausforderung, nicht nur für die Schülerinnen und Schüler. Insbesondere der Schichtbetrieb war auch eine Überforderung der Lehrerinnen und Lehrer.

Wie kann man sich den Schichtbetrieb vorstellen?

A: Schichtbetrieb heißt, dass die Klassen ab 15 Schülerinnen und Schülern geteilt wurden. Die halbe Woche hatte eine Hälfte der Klasse Unterricht in Präsenz, während der anderen Hälfte parallel den Unterricht von zu Hause im Fernunterricht verfolgt hat. Es war also permanent ein Teil der Klasse zu Hause und ein Teil in der Schule. Die Schwierigkeit für uns Schülerinnen und Schüler ergab sich daraus, dass in der Folge, die Schülerinnen und Schüler, die in Präsenz waren, eine bevorzugte Stellung einnahmen. Für die Schülerinnen und Schüler im Fernunterricht ergaben sich so häufig Verständnisprobleme sowohl inhaltlicher als auch akustischer Natur ohne eine Möglichkeit der Nachfrage. Das hatte mit den schlechten Mikrofonen, die die Schulen beschafften, zu tun, aber auch damit, dass die Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht nicht permanent vor dem Bildschirm standen, um zu beobachten, ob es bei den Schülerinnen und Schülern, die nicht in Präsenz sind, Fragen gibt. Dieser Schichtbetrieb hätte wohl besser funktioniert, wenn man den Schülerinnen und Schülern im Fernunterricht einfach Arbeitsaufträge gegeben hätte.

R: Hattet ihr hauptsächlich parallelen Online- und Präsenzunterricht oder hattet ihr mehr Arbeitsaufträge im Schichtbetrieb zu erledigen? War es bei euch so, dass ihr das größtenteils parallel online hattet oder hattet ihr wirklich viele Arbeitsaufträge?

A: Das war sehr unterschiedlich. Wir hatten zwei oder drei Schichtbetriebsphasen im Frühjahr 2021 und im Herbst 2020. In vielen Fällen hatten wir tatsächlich Arbeitsaufträge zu erledigen, wenn der andere Teil der Klasse im Präsenzunterricht war, aber die meiste Zeit hatten wir parallelen Unterricht. Dieser parallele Unterricht hat einfach überhaupt nicht funktioniert und war sehr zermürbend. Zwei oder drei Schichtbetriebsphasen, Frühjahr 2020 und Herbst 2020. Vielfach Arbeitsaufträge, aber hauptsächlich Schicht betrieb, der nicht gut funktioniert hat und sehr zermürbend war

R: Der parallele Unterricht hat bei uns auch nicht funktioniert, aber wir hatten insgesamt im Schichtbetrieb mehr Arbeitsaufträge zu erledigen. In Mathematik hatten wir einen sehr strikten parallelen Unterricht, in anderen Fächern hatten wir mehr Arbeitsaufträge.

Was stellte für euch die größte Herausforderung dar bzw. was waren für euch die größten Probleme?

R: Die Selbstorganisation von Abgaben ist mir selbst leichtgefallen, ich weiß aber, dass es vielen anderen sehr schwergefallen ist. Für mich selbst war Mathe sehr schwierig. Auch dauerhafte Aufmerksamkeit ist beim Fernunterricht sehr schwierig. Man sitzt die ganze Zeit vor dem Bildschirm und muss aufmerksam sein, was um ein vielfaches herausfordernder ist als in der Klasse. Man musste sich vieles selbst, nach dem Unterricht, beibringen. Zusätzlich gab es kaum Möglichkeiten Freunde zu sehen, um sich über Probleme auszutauschen oder einfach Zeit zusammen zu verbringen, was die Gesamtsituation zusätzlich erschwert hat.

A: Lustigerweise war es bei mir umgekehrt, mir ist die Selbstorganisation der Abgaben selbst schwergefallen. Die Vereinsamung war ein gewisses Problem, wie Melissande bereits angemerkt hat. Ich besuche eine Laptopklasse, wir hatten häufig einen Gruppenanruf parallel zum Unterricht laufen. In denen wurde dann getratscht. Der Konzentrationsverlust durch acht Stunden am PC zuhören wurde durch den Gruppenanruf natürlich eher verschärft, aber der soziale Kontakt und Austausch dadurch war trotzdem wichtig. Auch wenn man sich dadurch selbst in gewisser Weise beim Lernen geschadet hat. Der Gruppenanruf hatte aber eine wichtige Funktion was das Gemeinschaftsgefühl angeht. Es hat geholfen die Psyche aufrecht zu halten. Ein paar haben nicht mitgemacht und denen ging es wahrscheinlich schlechter als uns.

R: Bei uns gab auch solche Gruppen, aber nicht mit fast der ganzen Klasse, sondern in verschiedenen kleineren Gruppen. Das waren dann WhatsApp-Gruppen für den Austausch, aber auch zur Unterstützung, wenn Arbeitsaufträge nicht erledigt wurden. Dauerhaft auf den Bildschirm schauen und sich zu konzentrieren war ohnehin sehr schwierig und dann nebenher andere Sachen machen, hat es nicht erleichtert.

A: Der Konzentrationsverlust hat sich im Vergleich vor Corona nachhaltig verschlimmert. Die Angewohnheit des passiven Zuhörens, die sich im Lockdown und Fernunterricht etabliert hat, wirkt nach. Im Unterricht in Präsenz setzt sich diese schlechte Gewohnheit fort. Mein Eindruck ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler weniger am Unterricht beteiligen, auch in Präsenz und vor allem in theorielastigen Fächern. Es hat sich die schlechte Angewohnheit eingebürgert, sich im Unterricht mit anderen Dingen zu beschäftigen. Für Lehrerinnen und Lehrer ist es deshalb schwieriger, die Aufmerksamkeit zu gewinnen und zu halten.

R: Ja, grade durch das Homeschooling haben sich auch in meiner Klasse, die an sich keine Laptop-Klasse ist, viele angewöhnt am Laptop mitzuschreiben. Viele sitzen jetzt mit Laptop in der Klasse und machen schlicht andere Dinge nebenher. Für Lehrerinnen und Lehrer ist es schwer zu kontrollieren, was am Laptop gemacht wird. Auch ich habe den Eindruck, dass im Präsenzunterricht weniger Aufmerksamkeit vorherrscht als vor Corona. Die Konzentration beim Lernen zu Hause ist aber auch schlechter geworden. Man lässt sich leichter ablenken.

In den von der Aktion kritischer Schüler (AKS) organisierten Schülerinnen- und Schülerprotesten ist die zentrale Forderung, dass die mündliche Matura nicht stattfinden soll. Viele unserer Leserinnen und Leser haben noch nicht mit der Zentralmatura maturiert, könnt ihr uns kurz schildern, wie die mündliche Matura aussieht? Und warum es für die Maturantinnen und Maturanten besser wäre, ohne zu maturieren?

R: Also die Zentralmatura bedeutet, dass man in zwei bis drei Fächern mündlich geprüft wird, und in drei bis vier Fächern schriftlich maturiert. Deutsch und Mathe sind in jedem Fall verpflichtend. Hierbei wird die schriftliche Matura zentral gestellt und organisiert, während die mündlichen Prüfungen Schulzentriert organisiert.

A: Mein Eindruck ist, dass viele bei der mündlichen Matura wesentlich nervöser sind. Es wird bei uns davon ausgegangen, dass man bei der schulzentrierten Organisation Pech haben kann, weil man abhängig von Lehrern aus dem jeweiligen Fach ist. Manche rechnen nicht unbedingt mit der fairsten Benotung bzw. sind besorgt, weil sie perfektionistische Lehrerinnen und Lehrer haben.

R: Es gibt bei der mündlichen Matura verschiedene Themenpools, die von Lehrerinnen und Lehrern bestimmt werden. Man zieht drei und kann zwei auswählen.

A: Man zieht doch zwei und kann eines auswählen!?

R: Egal, auf jeden Fall kann man mehrere ziehen und eines wieder weglegen.

A: Naja, ein Teil der Verunsicherung kommt denke ich jedenfalls daher, dass man mit dem Stoff nicht so gut weitergekommen ist wegen Corona. Teilweise werden Themen, die jetzt wiederholt werden sollten, jetzt erst erlernt. Deswegen hat man Angst davor ein Thema zu ziehen, dass man de facto nicht ordentlich oder ausreichten gelernt hat, aufgrund der Ausnahmesituation. Zusätzliche Schwierigkeiten macht hierbei auch der Schwerpunkt an der HAK. Einige Themengebiete konnten gar nicht gemacht werden, weil Lizenzen an privaten PCs nicht funktioniert haben. Es geht bei der mündlichen Matura nicht darum, dass diese besonders schwer sei, sondern vielmehr um den Zufallsfaktor. Man ist besorgt, dass man ein Thema zieht, das man nicht vorbereitet wurde, bzw. dass man nicht ordentlich gelernt hat

R: Ein extremes Beispiel wäre Geschichte. Ich maturiere nicht in Geschichte. Mit dem Unterricht des Geschichtestoffes der siebten Klasse haben wir erst zu Beginn dieses Schuljahres begonnen, das Schulbuch für die achte Klasse haben wir überhaupt erst vor einigen Wochen das erste Mal aufgeschlagen. Das ist mit ein Grund, warum sehr viele nicht Geschichte als Maturafach gewählt haben, weil es in Geschichte eine große Fülle an Themenpools gibt. Von diesen wurde jedoch nur ein Bruchteil behandelt. Man hätte schlicht ein großes Risiko bei einer Prüfung in diesem Fach.

A: Die ganze Vorbereitung auf die Matura ist viel auch stressiger als man es in Erinnerung hat und die Zufallsgeschichte reduziert den Stress nicht. Es macht alles schwieriger in einer Zeit, in der über fast drei Schuljahre kein regulärer Unterricht mehr stattgefunden hat und große Wissens- und Bildungslücken bestehen,

R: Man hat große Angst vor mündlichen Prüfungen und Referaten entwickelt. Das ist auch eine Folge des Onlineunterrichts, der ohne mündliche Prüfungen oder Referate ablief. In zwei Jahren wurden bei uns lediglich zwei Referate gehalten und man kennt es in der Form nicht mehr vor Leuten zu sprechen.

A: Ja, das stimmt, wir haben schon ewig keine mündlichen Prüfungen mehr gemacht. An der HAK können Schülerinnen und Schüler in der vierten Klasse mündliche Prüfungen der 5. Klasse eigentlich angesehen, um einen Eindruck zu bekommen, wie sowas abläuft. Pandemiebedingt hat aber auch das nicht stattgefunden. Zusätzlich zu den entstandenen Wissenslücken hat man also auch keine Ahnung, was da auf einen zukommt.

R: Auch bei uns hätte man eigentlich sowohl bei der mündlichen Prüfung als auch bei der Präsentation der vorwissenschaftlichen Arbeit zusehen können. Beides ist weggefallen.

Die Schulstreiks waren verhältnismäßig klein, wenn man sie mit früheren Schulprotesten in Österreich vergleicht. Das könnte mit daran liegen, dass sich die Forderungen auf die Interessen der Maturantinnen und Maturanten beschränken. Welche Forderungen ergeben sich für euch aus dem schulischen Alltag, nicht nur im Kontext der Pandemie? Welche Forderungen wären für euch wichtig?

R: Die psychische Belastung für Schülerinnen und Schüler ist sehr hoch. Bessere psychologische Beratung wäre also sehr wichtig für alle Schülerinnen und Schüler, nicht nur für Maturantinnen und Maturanten.

A: Ja, das stimmt, einerseits ist psychologische Beratung aktuell sehr wichtig. Was andererseits wichtig wäre, ist eine standardisierte Digitalisierung in Schulen. Manche Klassen machen beispielsweise ohne Laptop und immer noch mit Taschenrechnern Matura. Das ist effektiv ein Nachteil, weil Taschenrechner langsamer und schlechter sind als Laptops. Eine Laptoppflicht ist in Diskussion. Außerdem sollte mehr Personal an den Schulen eingestellt werden. Große Klassen erhöhen die psychische Belastung für Schülerinnen und Schülern. Besucht man wie ich eine Klasse mit hohen Abbruchzahlen, merkt man das. Auch der Schichtbetrieb hat gezeigt, dass kleine Klassen leichteres und besseres teilnehmen und partizipieren am Unterricht ermöglichen und damit lernen verbessern.

Außerdem braucht es den Aufbau einer besseren, einer ernsthaften Schülervertretung. Bei uns gab es einmal eine Spaßkandidatur, die zum Schulsprecher gewählt wurde und das andere Mal zwei Verbindungsschüler als einzige Kandidaten, ja und dann einmal eine Kandidatur für den Lebenslauf. Alle vereint das Desinteresse an den Schülerinteressen. Bei uns tritt die Schülersprecherin gegen die Schulstreiks bei den Klassen auf. Das begründet sie damit, die Verhandlungsbasis mit Lehrer- und Elternvertretern zu sichern. Einige Klassen wollten sich an den Streiks beteiligen, das wurde von ihr jedoch unterbunden.

R: Wie viele Leute seid ihr in der Klasse?

A: Jetzt 13 Schülerinnen und Schüler. Andere Klassen sind in der 5. Klasse immer noch 31 Schülerinnen und Schüler. Das ist kein angenehmer Schulbetrieb und sicher nicht förderlich, wenn es in Richtung Matura geht.

R: Bei mir sind es 26 Schülerinnen und Schüler in der Klasse. Im Hybridunterricht hat man große Unterschiede gemerkt, mit der halben Klassengröße war ein wesentlich besseres lernen möglich. Lehrerinnen und Lehrer können dann auch besser auf individuelle Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingehen.

A: Bei uns war es, als es hieß freiwilliger Fernunterricht, eine zentrale Forderung, dass alle in den Fernunterricht sollen. Die Maskenpflicht ist effektiv sinnlos, weil viele Lehrerinnen und Lehrer sie nicht durchsetzen. Ohne Kontrolle macht sie keinen Sinn, beispielsweise in Pausen wird die Maske häufig nicht getragen. Deswegen kam die Forderung, die Klasse soll geschlossen in den Fernunterricht. Bei mir sind 12 von 13 Schülerinnen und Schülern durchgeimpft, deswegen kam es wahrscheinlich zu keinen Infektionen.
An den Abendschulen wurde die Frage des Fernunterrichtes, als es die Wahlfreiheit gab, demokratisch abgestimmt. Es wurde ohne Widerspruch einheitlich für den Fernunterricht gestimmt.

R: Die Maskenpflicht wird bei uns in der Schule gut eingehalten. Die Maske wird außer, wenn man isst und trinkt immer getragen. Es gibt die eine oder andere Ausnahme, die ermahnt werden muss, aber normal gibt es keine Probleme damit. Die medial kommunizierte Maskenpause für Schülerinnen und Schüler gibt es bei uns wiederum nicht. Ich persönlich fände es ganz gut, wenn diese Maskenpause möglich wäre und auch umgesetzt würde.

Glaubt ihr, dass es durch die Aufnahme ganz allgemeiner Forderungen, die Probleme im schulischen Alltag betreffen, möglich wäre, die Proteste zu verbreitern und mehr Schülerinnen und Schüler für ihre Interessen zu aktivieren?

R: Ja, ich glaube schon. Grade das was wir Anfang gesagt haben, was psychologische Beratung aber auch bessere technische Ausstattung, Maskenpause, Luftfilter etc. betrifft würde alle betreffen und könnte zu einer Verbreiterung beitragen.

A: Die Schülervertretung bei mir an der Schule ist momentan inexistent. Ich denke schon, dass es wichtig wäre eine bessere Schulvertretung aufzubauen, die im Interesse der Schülerinnen und Schüler arbeitet. Dafür müsste man natürlich allgemeine Forderungen der Schülerinnen und Schüler bzw. Forderungen die Schülerinnen und Schüler betreffen aufnehmen. Das wären unter anderem Maßnahmen gegen psychische Belastung, bezüglich des Lehrplans und der Stundenverteilung. Eine Verkürzung des Stundenausmaßes, dieses liegt vielfach bei über 40 Wochenstunden. Die Schülerinnen und Schüler werden an der HAK stark zermürbt. 
Gefühlt ist an HTLs und HAKs auch der Alkohol- und Drogenkonsum noch mal viel höher als an normalen Schulen, möglicherweise auch eine Ursache der psychischen Belastung und Ausdruck des Leistungsdrucks. Auch die Abbruchquote ist nach meinem Eindruck an diesen Schultypen wesentlich höher als bei anderen.

R: Was sich aus dem Ganzen ergibt, ist eine Reduzierung des Leistungsdrucks. In dem Ausmaß bekomme ich das zwar am Gymnasium nicht mit, aber es wäre, so wie ich das bei Armin verstehe, insbesondere an HTLs und HAKs sehr wichtig.

A: Was ich noch vergessen habe, sind die vorher schon angesprochen kleineren Klassen. Das sollte auch noch aufgenommen werden.

R: Darüber habe ich vorher nicht so richtig nachgedacht. Da hat Armin mir vorher den Denkanstoß gegeben, aber ich denke auch, dass das eine sehr wichtige Forderung wäre.

Vielen Dank für den interessanten Einblick in den schulischen Alltag in Österreich und das informative Gespräch!

- Advertisment -spot_img

MEIST GELESEN