HomeKlassenkampfLebenshaltungskosten steigen um bis zu 200 Euro monatlich

Lebenshaltungskosten steigen um bis zu 200 Euro monatlich

Laut einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer Wien führen Preissteigerungen zu jährlichen Mehrbelastungen im vierstelligen Bereich. Da ist der 150€-Energiegutschein der Bundesregierung eher eine Pflanzerei.

Wien. In der Bundeshauptstadt summieren sich die unvermeidbaren Mehrausgaben für teurere Mieten, Lebensmittel und Energie auf 100 bis 200 Euro pro Monat. Das ergab eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO – wobei dieses eher „optimistisch“ von einer Jahresinflation von 5,8 Prozent ausgeht, während die Nationalbank neun Prozent prognostiziert.

Das Leben verteuert sich also drastisch, während die Löhne bestenfalls hinterherhinken. Dabei gäbe es gerade in Wien genug Möglichkeiten, der Preistreiberei entgegenzuwirken. Doch die sozialdemokratisch-neoliberale Stadtregierung setzt ohne tatsächlichen Zwang auf höhere Mieten im Gemeindebau und eine Erhöhung des Richtmietzinses. Gleichzeitig profitiert die Stadt als Eigentümerin der Stadtwerke von gestiegenen Energiepreisen – und könnte sie, wenn ernsthafter Wille vorhanden wäre, auch deckeln oder zurückfahren.

Stattdessen orientiert sich Wien am Bund mit seinem 150€ Energiegutschein und verteilt eine „Energiekostenpauschale“ von 200€ an besonders Betroffene. Selbstverständlich ist beides nur ein vorübergehendes Almosen, während die Preise dauerhaft hoch bleiben werden.

Quelle: ORF

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