HomeKlassenkampfUnd täglich grüßt das Murmeltier… oder Laudamotion

Und täglich grüßt das Murmeltier… oder Laudamotion

Laudamotion macht wieder Schlagzeilen, wegen der Kündigung von 94 Kolleginnen und Kollegen. Wieder einmal zeigt der Konzern, dass trotz eines schlechteren Kollektivvertrages und Eingeständnissen eines klar ist: Die Kolleginnen und Kollegen werden weiter in ihren Rechten beschnitten.

Wien. Wir berichteten bereits um das offen arbeiterfeindliche Vorgehen des Mutterkonzerns von Laudamotion, Ryanair, und die Entwicklungen sowie die Kündigungen rund um den Kollektivvertragsabschluss. Nun fliegt Ryanair zwar noch mit den alten Uniformen von Laudamotion, aber unter dem Namen des irischen Konzerns. Die neueste Schlagzeile macht der Konzern nun mit der Kündigung von Kolleginnen. Allein schon wegen einer Kündigung von 90 Kolleginnen und Kollegen würde es wahrscheinlich auch Schlagzeilen geben, aber damit nicht genug: Der Konzern kündigt Kolleginnen, die im Mutterschutz sind und somit eigentlich einen besonderen arbeitsrechtlichen Schutz haben. Diesen Schutz haben sie genau ist dem Grund, dass sich Firmen eben nicht von Frauen, die kurz vor er Geburt stehen, entledigen können, um Kosten zu sparen oder die Stelle neu zu besetzen. Rayanair beweist aber wieder, dass ihnen das geltende Arbeitsrecht egal ist und sie tun, was sie wollen. Ryanair klagt auch aktuell vor dem Landesgericht Korneuburg auf die Zustimmung zur Kündigung von mindestens 25 weiteren Kolleginnen, die durch das Mutterschutzgesetz geschützt sind.

In der Verwaltung der Fluglinie wurden ganze Abteilungen gekündigt, so bspw. in den Bereichen Marketing, Finanzen oder Verkauf. Die Mitarbeitergespräche, zu denen 94 Kolleginnen und Kollegen – Flugbegleiter und Piloten – vorgeladen wurden, hat sich der Konzern gleich gespart. Die Kündigungen wurden stattdessen unter dem Schutz von Securities vor dem Büro ausgehändigt.

Die Zugeständnisse im Rahmen des Kollektivvertrages, wodurch die Verluste des Konzerns schon auf diese übertragen wurden, sichern keine Beschäftigungsverhältnisse. Außer Rechtsbeistand für die Gekündigten scheint die Gewerkschaft nichts zu planen, wodurch das Schule machende Handeln auf Kosten der Arbeiterklasse offensichtlich kein Ende findet.

Quelle AustrianAviation

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