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4.000 Luxusautos versauen den Meeresboden

Portugal/Azoren. Als im Februar dieses Jahres der Autotransporter „Felicity Ace“ nach einem Brand tagelang gegen den Untergang kämpfte, konnte zumindest die Besatzung gerettet werden. 4.000 Luxusautos des Volkswagen-Konzerns sanken aber mitsamt dem Frachter 3.000 Meter in die Tiefe.

Für die VW-Bosse ist das nichts anderes als ein Versicherungsfall, denn sie bekommen den Schaden auf jeden Fall ersetzt. Experten schätzen, dass sich der Gesamtschaden, also das Schiff einer japanischen Reederei und die Fracht zusammen, auf rund 500 Millionen Euro beläuft.

Doch das ökologische Problem mit Bränden auf Schiffen und Havarien besteht weiterhin. „Die Unfälle mit einer Meeresverschmutzung als Folge nehmen zu, beinahe täglich gehen insbesondere Container auf hoher See verloren“, so Greenpeace-Meeres-Experte Manfred Santen, „generell stellen Elektronikbauteile und insbesondere Elektrofahrzeuge ein Risiko für jeden Transport dar.“

Wegen der hohen Energie geladener Batterien seien möglicherweise daraus entstehende Brände schwer zu löschen. „In diesem Jahr haben wir zudem bereits eine Menge von Öltankern oder Bohrplattformen erlebt, das sorgt für eine zusätzliche Verschmutzung der Meere neben allen Problemen, die wir dort sowieso schon haben“, berichtet Santen.

Diese Probleme auf dem Meeresboden werden die Menschheit noch Jahrhunderte beschäftigen während sich die beteiligten Konzerne darauf berufen können, dass eine Bergung derzeit unmöglich oder viel zu teuer wäre. So funktioniert eben Kapitalismus.

Quelle: manager​-magazin​.de

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