Frühlingszeit ist Sanierungszeit – doch gerade in dieser Zeit steigt die Gefahr, auf unseriöse „fahrende Handwerker“ hereinzufallen, warnt die Arbeiterkammer Vorarlberg. Die AK erhält bereits erste Anfragen von Hausbesitzern, die nach vermeintlich günstigen Angeboten unter Druck gesetzt wurden und Rat suchen. Obwohl die Betriebe in Hochglanzprospekten werben und sich auf Baustellen in der Umgebung berufen, rät die AK dringend zur Vorsicht.
Ein konkretes Beispiel liefert ein Vorarlberger aus dem Unterland, berichtet Renate Burtscher, Konsumentenschützerin der AK. Er hatte ein Unternehmen kontaktiert, nachdem er eine Anzeige für eine günstige Fassadenreinigung entdeckt hatte. Doch statt eines seriösen Kostenvoranschlags wurde er von zwei Mitarbeitern unangekündigt zu Hause aufgesucht. Diese machten ihm ein mündliches Angebot und setzten ihn unter Druck – das vermeintliche Schnäppchen gelte nur wenige Tage. Der Hausbesitzer dürfte glücklicherweise misstrauisch geworden sein und zog die Handbremse, erklärte Burtscher.
Ein weiteres Beispiel für diese Masche ist der angebliche Rest-Asphalt aus einer nahegelegenen Baustelle. Kunden werden in dem Glauben gelassen, dass ihre Einfahrt damit schnell, billig und in guter Qualität neu gestaltet werden könne. In Wirklichkeit wird oft nicht die vereinbarte Fläche asphaltiert, die Arbeit bleibt schlampig, und trotzdem verlangen die Handwerker bereits vorab mehrere tausend Euro. Im Nachhinein sei es für Geschädigte oft schwierig, ihr Geld zurückzubekommen oder Gewährleistungsansprüche durchzusetzen, warnt die AK.
Die Arbeiterkammer Vorarlberg rät dringend davon ab, sich an der Haustür auf verlockende Angebote oder großzügige Rabatte einzulassen. Gerade bei Haustürgeschäften gilt: Lieber mehrere Kostenvoranschläge einholen und schriftlich Dokumente prüfen, als spontan auf Lockangebote zu reagieren. Die AK empfiehlt, bei Zweifeln frühzeitig Rat beim Konsumentenschutz einzuholen, bevor ein teures Missverständnis entsteht.
Quelle: ORF