Start Panorama Corona-Leugner in Wien: Masken-Verbrennungen, NS-Vergleiche und Attacken auf Journalisten

Corona-Leugner in Wien: Masken-Verbrennungen, NS-Vergleiche und Attacken auf Journalisten

Wien. Wie auch schon bei diversen anderen solcher Aufmärsche gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen versammelte sich am Nachmittag des Nationalfeiertages ein äußerst obskurer Mob aus kleinbürgerlichen Spinnern, Verschwörungstheoretikern, rechten Demagogen und Faschisten in der Wiener Innenstadt. Der Mundnasenschutz wurde dabei einmal mehr zum Feindbild der selbsternannten Corona-Skeptiker auserkoren. Getragen wurde dieser natürlich nicht, stattdessen wurden die Masken feierlich auf der Bühne verbrannt. Doch so manchem Teilnehmer reichte dies offenbar noch nicht an zur Schau gestellter Absurdität und Geschmacklosigkeit. So berichtete die Tageszeitung Kurier, dass beispielsweise Schilder hochgehalten wurden, die offensichtlich Konzentrationslager zeigen sollten. Auf einem dieser Schilder war der Satz „Impfen macht frei“ auf einem Torbogen zu lesen – eine mehr als widerwärtige Anlehnung an das Vernichtungs- und Konzentrationslager Auschwitz. Ein anderer Teilnehmer soll zudem dabei beobachtet worden sein, wie er die Hand zum verbotenen Hitlergruß reckte. Der Presse Service Wien, dem Netzwerk freier Fotojournalisten, berichtete außerdem, dass „Journalist:innen mehrmals bedroht, sowie körperlich attackiert [wurden]. Teilweise geschah dies unter den Augen der Polizei, die zu keinem Zeitpunkt einschritt.“ Auch die zahlreich provokativ herbeigeführten Verstöße gegen das Covid 19-Maßnahmengesetz wurden vonseiten der Behörden nicht geahndet.

Quelle: Heute / Kurier / Presse Service Wien

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