HomePanorama„Das Horten von Impfstoffen hat Omikron begünstigt“

„Das Horten von Impfstoffen hat Omikron begünstigt“

Bolivarianische Allianz für Amerika (ALBA) macht das Verhalten nördlicher Staaten für die Ausbreitung der jüngsten Corona-Variante verantwortlich.

Während in zahlreichen Ländern des Südens Vakzine weiterhin Mangelware sind, vergammeln in europäischen und US-amerikanischen Lagern die Impfstoffe. Eine Freigabe der Patente wird mit Rücksicht auf die Milliardenprofite der Pharmabranche weiterhin blockiert. Auf diesen menschenverachtenden Widerspruch der kapitalistischen „Logik“ macht das lateinamerikanisch-karibische Bündnis ALBA, dem unter anderem Bolivien, Kuba und Venezuela angehören, aufmerksam.

Impfquote global: Große Unterschiede zwischen imperialistischem Norden und Ländern des globalen Süden. Grafik: WHO

„Der Ausbruch von Omikron war eine vorhersehbare Konsequenz des Hortens nördlicher Staaten“, so ALBA-Generalsekretär Sacha Llorenti. Auch Professor Peter Openshaw vom Imperial College London machte jüngst niedrige Impfraten in Teilen der Welt als Schlüsselfaktor für das Auftreten neuer Varianten aus. Eigentlich hatte US-Präsident Joe Biden noch im September großspurig angekündigt, dass bis Jahresende 40 % der Population der 92 ärmsten Staaten geimpft sein sollten – das Ziel dürfte in zumindest 82 davon weit verfehlt werden.

Das sozialistische Kuba beschäftigt sich bereits intensiv mit möglichen Impfstoffvarianten gegen Omikron. Basis ist das bereits erfolgreich eingesetzte Vakzin „Soberana“ „Wenn nötig, werden wir spezifische Impfstoffe in kürzester Zeit entwickeln“, so Eduardo Martínez Díaz, Leiter von BioCubaFarma.

Quelle: Telesur

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