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Schwere Unwetter in Teilen von Österreich

In Tirol, Salzburg und der Steiermark gab es in den letzten Tagen schwere Unwetter mit zum Teil großen Schäden. Die Einsätze reichten von überfluteten Kellern und Straßen über Murenabgänge bis zu Hochwasser. Am schwersten hat es Salzburg getroffen, dort wurde am Montagabend Zivilschutzalarm ausgelöst und Dienstag um 8 Uhr wieder aufgehoben.

Salzburg: Unwetter und Zivilschutzalarm

In St. Johann im Pongau in Salzburg wurde die Feuerwehr erstmals um 17.50 Uhr alarmiert. Was folgte, waren zahlreiche Einsätze und die Auslösung des Zivilschutzalarms. In der Reinbachsiedlung trat der Reinbach über die Ufer und überflutete die Wege und Häuser. Mehrere Muren gingen ab. Die Feuerwehr forderte die Bevölkerung auf, in den oberen Stockwerken zu bleiben.

90 Menschen mussten von der Feuerwehr gerettet werden. Mehrere Personen waren in der örtlichen Leichenhalle wegen einer Trauerfeier eingeschlossen worden und mussten von dort befreit werden. Auf der Wagrainer Straße (B163) waren mehrere Personen aufgrund von Murenabgängen in ihren Autos eingeschlossen worden, darunter auch Kleinkinder. Drei Insassen eines Wagens, der von einer Mure mitgerissen worden war, konnten sich selbst unverletzt befreien.

Die Schäden aufgrund des Unwetters im Pongau können noch nicht vollständig abgeschätzt werden. Neben St. Johann waren auch Wagrain, Flachau und Schwarzach von den Unwettern und ihren Folgen betroffen. Nach Murenabgängen stand auch das Ortszentrum von Wagrain zeitweise unter Wasser, und aus Altenmarkt wurden ebenfalls Überflutungen gemeldet. Die Abfahrt der Tauernautobahn (A10) bei Flachau musste zeitweise gesperrt werden und die Straße von St. Johann-Alpendorf nach Großarl wurde von Muren verlegt. Die Aufräumarbeiten werden die Einsatzkräfte jedenfalls noch tagelang beschäftigen.

Neben dem Pongau war auch der Pinzgau betroffen. In Mittersill erreichte die Salzach bedrohliche Pegelstände. Dort entspannte sich die Lage allerdings mit dem Nachlassen des Regens zwischen 23 und 23.30 Uhr, und die Pegelstände begannen wieder zu sinken, sodass die bereits im Juli von Hochwasser betroffenen Gebiete, nicht erneut geschädigt wurden.

In Dienten im Pinzgau wurden ein Bus und ein Auto vom Hochwasser erfasst und in den Dientenbach gerissen. Der Bus wurde unter einer Brücke eingeklemmt. Drei Personen und eine Einsatzkraft wurden verletzt, zwei davon schwer. Es konnten alle gerettet werden, zwei Verletzte wurden mit dem Hubschrauber geborgen.

In Wald (Pinzgau) gingen erneut Muren ab auf die Landesstraße (L113) und die Gerlos-Bundesstraße (B165), sodass Krimml von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Im Bereich des Bahnhofs Krimml, der sich im Gemeindegebiet von Wald befindet, wurde die Bevölkerung vorübergehend evakuiert. In ganz Salzburg waren am Montagabend 52 Feuerwehren mit 1.402 Aktiven im Einsatz.

Tirol: 273 Einsätze in Folge von Unwetter

Der Landesfeuerwehrverband informierte, dass 97 Feuerwehren alarmiert wurden und zu 273 Einsätzen ausrückten. Die Einsätze starteten mit dem Beginn der ersten Gewitter in Tirol ab 15 Uhr. Der Schwerpunkt dieser lag im östlichen Mittelgebirge, aber auch in anderen Landesteilen rückte man zu Einsätzen aus.

Die Reschenstraße zwischen Landeck und Reschenpass sowie die Ötztalstraße zwischen Tumpen und Umhausen waren vorübergehend aufgrund von Murenabgängen nicht befahrbar. Zwischen Nassereith und dem Fernsteinsee wurde eine Straße von einer Mure versetzt, sodass diese vorübergehend gesperrt werden musste. Sie wurde am Montagabend unter Sicherheitsvorkehrungen wieder freigegeben.

Die Mehrzahl der Einsätze beschäftigte sich in Tirol mit überfluteten Kellern und Straßen, leichten und mittleren Erdrutschen sowie aufgrund von Verklausung über die Ufer getretenen Bächen.

Steiermark: Lokale Überflutungen

In der Steiermark gab es am Montagabend ebenfalls ein Unwetter, auch dort musste die Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Hauptaufgabe in der Steiermark war das Befreien von Straßen von umgestürzten Bäumen und Muren sowie das Auspumpen von Gebäuden.

Am stärksten betroffen war Schladming. Dort musste die Stadtfeuerwehr alleine 17 Einsätze abarbeiten. Die Ennstaler Bundesstraße (B320) wurde im Ortsteil Mandling von mehreren Muren und einem über die Ufer getretenen Bach verlegt. In einer überfluteten Unterführung blieb ein PKW hängen, der von der Feuerwehr geborgen werden musste.

In Bad Aussee und Admont mussten mehrere Straßen von umgestürzten Bäumen befreit werden. Zudem gab es in Admont ein Feuer aufgrund eines in eine Oberleitung gestürzten Baumes. Insgesamt waren rund 160 Personen im Einsatz, die binnen dreieinhalb Stunden 30 Einsätze zu bewältigen hatten.

Quelle: ORF/ORF/ORF

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