HomePolitikHilfslieferungen an griechische Flüchtlingslager – Tropfen auf dem heißen Stein?

Hilfslieferungen an griechische Flüchtlingslager – Tropfen auf dem heißen Stein?

Griechenland. Österreich. Die schwarz-grüne Bundesregierung schickt 181 Container nach Griechenland, um Flüchtlinge darin unterzubringen. Mitfinanziert wird dieses Vorhaben vom EU-Zivilschutzmechanismus, in dessen Rahmen Österreich und andere EU-Staaten Güter liefern, um eine drohende Katastrophe in den griechischen Flüchtlingslagern zu verhindern.

Elend in griechischen Flüchtlingslagern

Seit Jahren haben die Lebensbedingungen auf den griechischen Flüchtlingslagern, wie das Lager Moria auf Lesbos, einen absoluten Tiefpunkt erreicht. Die Hygiene kann längst nicht mehr gewährleistet werden, weil es an Wasser, Seife und anderen Hygieneartikeln sowie Sanitäreinrichtungen mangelt. Auch der Zugang von medizinischen Gütern und Personal ist immer schwieriger geworden, weil die griechische Regierung in Übereinstimmung mit der EU die Lager soweit wie möglich von der Außenwelt abschotten will. Diese Massenlager an der „EU-Grenze“ ähneln mittlerweile mehr Gefängniseinrichtungen als Unterkünften für Menschen, die vor Krieg und Armut geflüchtet sind. Wegen diesen unmenschlichen Lebensverhältnissen ist seit einigen Wochen die Krätze in den Lagern ausgebrochen.

Der österreichische Staat unterstützt seit der alten SPÖ-ÖVP-Bundesregierung unter Werner Faymann bis heute die Politik der EU, die sogenannten Außengrenzen in militarisierte Zonen zu verwandeln, in denen Asylsuchende eingesperrt werden.

Das griechische Gesundheitssystem hat unter der Austeritätspolitik der letzten kapitalistischen Regierungen und den EU-Auflagen massiv gelitten, weshalb viele Griechinnen und Griechen zu Recht Angst vor den Folgen der Corona-Pandemie für die medizinische Versorgung haben. Die Asylsuchenden in Griechenland sind schon vor der Pandemie massiv unterversorgt gewesen.

Quelle: ORF

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