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KPÖ Steiermark ruft nach der Sozialpartnerschaft

Graz. Die Landesvorsitzende der KPÖ Steiermark, Landtagsabgeordnete Claudia Klimt-Weithaler, setzte sich am Freitag in einer Pressekonferenz mit den Maßnahmen des Landes Steiermark gegen die Teuerungswelle auseinander. Einmalige Unterstützungsleistungen wie der „Steiermark Bonus“ – eine Einmalzahlung von 300 Euro für Familien, die im Mai Wohnungsunterstützung bezogen bzw. im Winter den Heizkostenzuschuss bekommen haben – seien zwar eine Hilfe, aber keine nachhaltige Lösung.

Klimt-Weithaler kritisiert, dass sich immer mehr Leute die täglichen Ausgaben aufgrund der Inflation von mittlerweile acht Prozent nicht mehr leisten können. Sie fordert daher die Landesregierung auf, „sich so schnell wie möglich mit den Sozialpartnern an einen Tisch zu setzen“. 

Dass ausgerechnet jene Partei, die die Sozialpartnerschaft lange als „österreichische Herrschaftsform des Kapitals“ ansah, darum bittet, dass diese von der Landesregierung angerufen werde, ist dann doch ein wenig skurril.

Kommunstische Parteien rufen normalerweise zur Selbsttätigkeit der Massen, zu Massenprotesten und Streiks gegen die Teuerungen und andere Anschläge des Kapitals auf den Lebensstandard der unteren Volksschichten – also zum Klassenkampf – auf. Das scheint man in Graz schon vergessen zu haben.

Quelle: steiermark​.orf​.at

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