HomePolitikLangjähriger Asyl in Not-Obmann Genner übergibt an Kübra Atasoy

Langjähriger Asyl in Not-Obmann Genner übergibt an Kübra Atasoy

Wien. Bei der kürzlich stattgefundenen Generalversammlung des Vereins Asyl in Not übergab Michael Genner den Vorsitz an Kübra Atasoy. Genner war die letzten achtzehn Jahre in dieser Funktion und übernahm auf der Generalversammlung die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden.

„Den Verein habe ich 1993 zu einer Zeit übernommen, als er in einer Krise war. In den 90er-Jahren wurde das Asyl- und Fremdenrecht in Österreich stark verschärft, weshalb es notwendig wurde, Asylrechtsberatung zu machen. Eine erste wichtige, inhaltliche Änderung war dann, dass wir uns von anderen NGOs unterscheiden, indem wir uns bewusst nicht als rein humanitäre, karitative Organisation, sondern als eine politische Organisation verstehen, die die Hilfe des Einzelnen mit dem politischen Angriff auf das System verbindet“, erzählt Genner. Seit 1993 sind viele Regierungen und Innenminister gekommen und gegangen, und alle haben mehr oder weniger zu einer weiteren Verschlechterung der Aufnahmebedingungen für geflüchtete Menschen beigetragen. Gerade deshalb war Asyl in Not immer an vorderster Front bei Protesten gegen die jeweiligen Innenminister, ob die SPÖ-Minister Löschnak und Schlögl, ob Mikl-Leitner, Strasser oder Nehammer von der ÖVP, aber auch und vor allem Herbert Kickl von der FPÖ.

Michael Genner.

Die neue Vorsitzende Kübra Atasoy sieht ihre Aufgabe darin, neben einer qualitativ hochwertigen und engagierten Beratung für asylsuchende Menschen vor allem den politischen Charakter der Organisation zu festigen und auszubauen. „Wir sind eben keine rein karitative NGO. Wir sind keine Hilfe. Wir sind Teil der globalen Befreiungskämpfe, dort wo wir ansetzen können“, sagt die neugewählte Vorsitzende.

Quelle: Asyl in Not

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