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Weiterhin Unklarheit an den Unis

Wien. Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung glänzte im Rahmen der Corona-Pandemie vor allem mit Intransparenz und Planlosigkeit, wenn man die Kritik der Betroffenen ernst nimmt. Direktorinnen und Direktoren ebenso wie Lehrerinnen und Lehrer, aber auch die Kolleginnen und Kollegen an den Universitäten und Hochschulen beklagen sich, ebenso wie Eltern, Schülerinnen und Schüler oder Studierende über die Situation. Währenddessen predigt der zuständige Minister Heinz Faßmann Normalität, und dass man alles im Griff habe.

Autonome Entscheidung ab Herbst

Die Situation wird sich im Herbst nach aktuellem Stand kaum verbessern. Universitäten und Hochschulen entscheiden autonom, ob ihre Lehre im Herbst online oder in Präsenz stattfindet. Ein hybrides System wird von den meisten Bildungsinstitutionen angestrebt, das bedeutet, es wird auf eine Mischung aus Präsenz und Online-Lehre gesetzt werden. Die Präsidentin der Universitätenkonferenz (uniko), Sabine Seidler, sagt, dass bei der Präsenzlehre die Erstsemestrigen Vorrang haben. Dies führt in der Praxis jedoch dazu, dass die beschäftigten Kolleginnen und Kollegen an den Hochschulen, die befristete Arbeitsverhältnisse haben, nach wie vor keine Klarheit über die Situation haben und sich gegebenenfalls je nach Leitung der Hochschule oder Universität auf mehrere Szenarien vorbereiten müssen, ohne dass dies anerkannt würde. Auch für Studierende ist dies mit großer Unsicherheit verbunden, da der Lehrmodus mit vielen Abstrichen einhergeht, wenn die persönliche Betreuung und die Debatten vor Ort wegfallen. All dies findet keine Anerkennung in den Regelungen und wird quasi ignoriert.

Quelle: ORF

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