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Zum fünften Todestag von Fidel Castro

Am 25. November 2016 starb Fidel Castro, Gründer der revolutionären Bewegung M‑26–7 und Kommandant der Kubanischen Revolution. Sein Leben steht für den Kampf gegen Kapitalismus und Imperialismus, für den Aufbau des Sozialismus.

Havanna/Wien. Vor fünf Jahren, am 25. November 2016, starb Fidel Castro Ruz in Havanna. Damit ging ein langes Leben zu Ende, das am 13. August 1926 begonnen hatte und fast vollständig im Dienste des kubanischen Volkes, der Revolution und des Sozialismus stand. Mit Fidel Castros Namen sind wichtige Ereignisse verbunden, wie der Sturm auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba am 26. Juli 1953 – trotz des Scheiterns der Unternehmung sollte das Datum zum Namen der revolutionären Bewegung werden: Movimiento 26 de Julio, M‑26–7. Die folgende Verurteilung durch das Batista-Regime kommentierte Castro mit dem berühmten Worten: „Die Geschichte wird mich freisprechen.“

Nachdem er freigelassen wurde, gründete Fidel Castro 1955 die M‑26–7, die den Sturz der Diktatur anstrebte. Hierfür wurden die Revolutionäre in Mexiko als Guerillakämpfer ausgebildet, darunter Fidels Bruder Raúl Castro, Camilo Cienfuegos sowie Ernesto „Che“ Guevara. 1956 kehrten 82 Guerilleros mit dem Schiff „Granma“ nach Kuba zurück, und ab 2. Dezember des Jahres führte Fidel die revolutionäre Partisanenarmee als Comandante en Jefe in den bewaffneten Kampf. Der Rest ist, wie man so sagt, Geschichte: Trotz schwieriger Voraussetzungen und Bedingungen siegte die Revolution. Der Diktator flüchtete am 1. Jänner 1959, Fidel und seine Mitstreiter zogen in Havanna ein. Am 16. Februar wurde der Revolutionsführer auch Ministerpräsident. Am 16. April 1961 erklärte Castro explizit, dass die Kubanischen Revolution eine sozialistische ist.

Der Kooperation mit der UdSSR und den sozialistischen Staaten standen bald Aggressionen des US-Imperialismus gegenüber. Hierfür stehen der Invasionsversuch in der Schweinebucht, unzählige Mord- und Terroranschläge, aber auch die bis heute andauernde völkerrechtswidrige Blockade Kubas durch die USA. Doch es ist auf beeindruckende Weise gelungen, in Kuba den sozialistischen Entwicklungsweg zugunsten des Volkes zu beschreiten, mit einer Vielzahl an Erfolgen und Errungenschaften. Gleichzeitig erwies sich die Republik Kuba in den folgenden Jahrzehnten als Kraft des Internationalismus und der Solidarität, die weltweit Hilfe und Unterstützung leistete und leistet.

Mit der Konterrevolution in der Sowjetunion und Osteuropa 1989–1991 wurde die Lage schwieriger, da wichtige Verbündete und Handelspartner Kubas verloren gingen. Doch auch in dieser Periode leitete Fidel Castro mit Umsicht die Fortführung der Kubanischen Revolution. Über all die Jahre seit 1959 war er u.a. Regierungschef, Staatspräsident, Oberkommandierender der Armee sowie Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas (PCC). Im Wahlkreis Santiago wurde er seit Bestehen der Nationalversammlung jedes Mal als Abgeordneter gewählt. Zwischen 2006 und 2011, als Fidel zunehmend gesundheitliche Schwierigkeiten hatte, wurden seine Ämter schrittweise auf Raúl Castro übertragen.

Am 25. November 2016 starb Fidel Castro im Alter von 90 Jahren in Havanna. Die Beisetzung erfolge am 4. Dezember in Santiago de Cuba. Die Partei der Arbeit Österreichs (PdA) schrieb damals in ihrem Kondolenzschreiben an ihre kubanische Schwesterpartei PCC: „Mit tiefer Trauer nehmen wir von Gen. Fidel Castro Abschied. Sein Tod bedeutet einen herben Verlust für die internationale kommunistische Bewegung. Er war ein großes Vorbild und eine Inspiration für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. Seine Führung des Kampfes des kubanischen Volkes gegen die Diktatur, den Imperialismus und den Kapitalismus ermutigte Revolutionäre und Kommunisten in allen Ländern, ihre Anstrengungen auch unter äußerst schwierigen und harten Bedingungen fortzusetzen. Denn Fidel, seine Partei und das Volk bewiesen, dass nichts die Menschen stoppen kann, wenn sie entschlossen sind, für ihre Freiheit und ihre eigenen Interessen zu kämpfen. Egal, wie klein ein Land ist, wie mächtig die Feinde und wie groß die Schwierigkeiten sind – der entschlossene Kampf des Volkes kann jedes Hindernis überwinden.

Gen. Fidel Castro hinterlässt ein wertvolles Vermächtnis. Er war ein hervorragender politischer Führer und militärischer Kommandant, ein großer Revolutionär und Kommunist. Seine Taten sind für uns Lehren und Vorbilder. In der Erinnerung der Arbeiterklasse, der unterdrückten Völker und der kommunistischen Bewegung wird er für immer lebendig bleiben. Er wird fortleben in ihren Kämpfen für eine Welt ohne Ausbeutung, Krieg und Unterdrückung, für die Welt des Sozialismus und Kommunismus.

Die Mitglieder der Partei der Arbeit Österreichs sind geehrt und stolz, mit der Kommunistischen Partei Kubas, einer Partei hervorragender Revolutionäre, geschwisterliche Beziehungen zu unterhalten. Wir verpflichten uns, das Andenken an Comandante Fidel Castro in unserem Land lebendig zu halten und die Freundschaft zwischen dem österreichischen und dem kubanischen Volk zu stärken.“

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