HomeFeuilletonSportZwei Endrunden für Österreichs Handballnationalteams

Zwei Endrunden für Österreichs Handballnationalteams

Sowohl das Nationalteam der Männer als auch jenes der Frauen wird bei den nächsten großen Finalturnieren teilnehmen: Die Handballer des ÖHB qualifizierten sich für die EM, die Handballerinnen für die WM.

Graz. Mit einem letztlich souveränen 27:23 gegen Bosnien-Herzegowina qualifizierte sich Österreichs Handballnationalmannschaft der Männer für die Endrunde der Europameisterschaft 2022. Diese wird im kommenden Jänner in Ungarn und der Slowakei stattfinden. Insgesamt hatte das österreichische Auftreten in der Qualifikationsgruppe in den vorherigen Spielen zunächst weniger gut begonnen, doch durch den Sieg vom vergangenen Sonntag konnte man doch noch den zweiten Platz hinter Gruppensieger BRD erreichen. Für die ÖHB-Männer ist es die fünfte Endrundenteilnahme bei einem Großereignis (EM und WM) in Folge, weshalb die Erwartungshaltung eigentlich entsprechend war. Doch das Team hatte Ausfälle zu verkraften, v.a. den von Spielmacher und THW Kiel-Legionär Nikola Bilyk. Die Mannschaft von Trainer Aleš Pajovič wird bei der Auslosung für die EM aus Topf 2 gezogen werden, was einem erfolgreichen Turnierverlauf zuträglich sein könnte. Das bisher beste EM-Resultat gelang bei der letzten Endrunde (2020), als man den achten Platz belegte. Insgesamt markiert die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft 1938 den historisch größten Erfolg der österreichischen Handballer.

Etwas überraschender war, dass sich auch die Frauen des Österreichischen Handballbundes für die anstehende Endrunde qualifizieren konnten, nämlich jene der diesjährigen Weltmeisterschaft. Dieses Turnier wird im Dezember 2021 in Spanien ausgetragen. Die ÖHB-Frauen mussten hierfür ins Play-off-Duell ums WM-Ticket gegen den Favoriten Polen: Nach einem Unentschieden im Heimspiel gelang ein beinahe sensationeller 29:26-Auswärtssieg. Das junge Team von Trainer Herbert Müller schaffte damit die erste österreichische Endrundenqualifikation seit 2009 und wird bei der WM natürlich krasser Außenseiter sein. Allerdings werden sicher wertvolle Erfahrungen zu sammeln sein, die für die EM 2024 nützlich sein könnten – dann findet die EM-Endrunde in Österreich, Ungarn und der Schweiz statt, weswegen die ÖHB-Frauen fix teilnehmen werden. Die größten Erfolge der Handballnationalmannschaft der Frauen liegen schon einige Jahre zurück, dazu zählen Bronzemedaillen bei der WM 1999 und der EM 1996 sowie ein fünfter Platz bei den Olympischen Spielen 1992 – die waren allerdings auch in Spanien: hoffentlich ein gutes Omen für die WM 2021.

Quelle: Der Standard

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