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BRD: Streik bei Amazon

Deutschland. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat erneut zum zweitägigen Streik an den Standorten des Online-Handelskonzerns Amazon in Deutschland aufgerufen. Amazon ist zwar Mitglied des deutschen Handelsverbands, entzieht sich aber bis heute dem gültigen Tarifvertrag und boykottiert diesen.

Die Gewerkschaft ver.di macht darauf aufmerksam, dass Amazon während der Corona-Krise Milliarden Euro Gewinn gemacht hat, die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Versandzentren mussten und müssen Höchstleistungen erbringen. Vielfach werden kaum oder sogar keine Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten vor einer Ansteckung mit COVID-19 ergriffen. Eine Gefahrenzulage von zwei Euro pro Stunde, die der Konzern im März gewährt hatte, wurde im Mai wieder abgeschafft. Ver.di fordert, dass diese Zulage nicht nur wieder eingeführt wird, sondern als dauerhafte Gehaltserhöhung fixiert wird.

Im September wurden die Gehälter der Beschäftigten zwar um 1,8 Prozent erhöht und orientierten sich damit an den tarifvertraglichen Erhöhungen im Handel, allerdings gibt es immer noch einen großen Abstand zwischen den Gehältern, die Amazon bezahlt, und dem gültigen Tarifvertrag, insbesondere bei Urlaubs- und Weihnachtsgeldern.

Als Beginn des Streiks wurde bewusst der sogenannte „Prime Day“ mit besonderen Schnäppchen für Kunden gewählt, um den Druck auf den Konzern zu erhöhen.

Quelle: Redglobe

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