Start Internationales DKP fordert Enteignung des schnöseligen Spekulanten René Benko

DKP fordert Enteignung des schnöseligen Spekulanten René Benko

Der Tiroler Milliardär und Kurz-Vertraute, René Benko, will 6.000 Beschäftigte von Karstadt-Kaufhaus rausschmeißen. Die Kommunistinnen und Kommunisten im besonders betroffenen Schleswig-Holstein machen für einen Erhalt der Arbeitsplätze Druck.

Kiel/Deutschland. „Benko soll zahlen!“ Die DKP Schleswig-Holstein spricht aus, was auch in Österreich immer mehr Menschen fordern: Es kann nicht sein, dass ein Milliardär tausende Existenzen von „abzubauenden“ Beschäftigten vernichtet und sich nebenbei um fette Staatshilfen bemüht. Dabei stellt sich der politisch bestens vernetzte René Benko bei seinen Investments stets als Retter von Arbeitsplätzen dar. So geschehen bei der Kika/Leiner-Übernahme: Nur zwei Monate nach dem Deal im Jahr 2018 ließ Benko 1.100 Stellen streichen. Im selben Jahr zahlte die zum Benko-Imperium gehörende Immobilienfirma Signa Prime 120 Millionen Euro Dividende an die Aktionäre (darunter natürlich auch Benko selbst) aus.

Mittlerweile verfügt Spekulant Benko, der nebenbei Kanzler Kurz in Wirtschaftsfragen berät, über ein Vermögen von 4,36 Milliarden Euro und ist unter anderem bei „Krone“ und „Kurier“ beteiligt. Gab er früher oft und gerne Interviews („Gut gekleidet sein, ist wie eine Visitenkarte. Aber auch da bin ich relativ maßvoll. Mein Anzug ist von Ermenegildo Zegna.“), lässt er mittlerweile Medien verklagen, die über seinen Aufenthaltsort in einem Luxuschalet in Lech berichten. Ihn als reinen ÖVP-Unterstützer abzustempeln, wäre übrigens falsch: Im Signa-Beirat sitzen auch Alfred Gusenbauer (SPÖ) und Susanne Riess (ehem. FPÖ/BZÖ) auf bestens bezahlten Posten.

Mit der Schließung der Karstadt-Filialen während der Corona-Pandemie geriet Benko finanziell ins Trudeln und forderte von der BRD finanzielle Hilfe. Nun setzt er zum Kahlschlag an, will 6.000 Beschäftigte kündigen und allein in Schleswig-Holstein alle Filialen bis auf eine schließen (und verscherbeln). „Hier zeigt sich einmal mehr, wie widerlich diese Gesellschaftsordnung ist, in der einzelne Unternehmer über die Zukunft von zig-tausenden Menschen entscheiden und munter deren Existenzen für ihren Profit zerstören. Ihnen muss ihr Eigentum entzogen werden, ihre Macht muss gebrochen werden. Das wird allerdings nur gelingen, wenn die arbeitenden Menschen es selbst in ihre Hände nehmen, denn dieser Staat und die Konzerne werden nichts verschenken“, so die DKP Schleswig-Holstein.

Quelle: DKP Schleswig-Holstein

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