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Italien: Keine Lohnfortzahlung in der Quarantäne

Rom. Dass die nach wie vor grassierende Pandemie die Arbeiterklasse besonders trifft und auch als Vorwand von verschiedenen Regierungen genutzt wird, um die Rechte der Arbeiterklasse auf adäquaten Gesundheitsschutz weiter zu beschneiden, ist nichts Neues. Italien hat nun mit dem neuen Jahr eine besonders absurde Politik beschlossen, insbesondere vor dem Hintergrund der neuerlich sehr hohen Infektionszahlen im Land. Dabei war und ist Italien ohnehin aufgrund seines maroden Gesundheitssystems und dem schlechten Krisen„management“ besonders hart von der Pandemie betroffen. 

Seit dem 1. Jänner 2022 gibt es in Quarantänezeiten in Italien keine Lohnfortzahlung mehr, da Quarantäne keine Krankheit sei. Der angeordnete Aufenthalt in den eigenen vier Wänden wird nicht mehr gedeckt, weder durch das INPS noch durch den Staat. Das neue Gesetz sieht vor, dass die Zeit, die in Quarantäne bei Hausaufenthalt oder aktiver Überwachung verbracht wird, bis zum 31. Dezember 2021 nur gegen eine besondere Mittelzuweisung mit Krankheit gleichgestellt wird. Es werden aber natürlich weiterhin Quarantänen verordnet, was für massive Gehaltseinbußen im Land für eine ohne stark gebeutelte Arbeiterklasse sorgen wird. Nun müssen die Kolleginnen und Kollegen in Italien also auf einer weiteren Ebene die Krise ausbaden. Die Herrschenden nutzen jeden Vorwand, um die Krise auf die Arbeiterklasse abzuwälzen.

Quelle: Partito Comunista Veneteo

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