HomeInternationalesRechte Contras bedrohen kubanische Band "Buena Fe" in Europa

Rechte Contras bedrohen kubanische Band „Buena Fe“ in Europa

Salamanca. In Europa versuchen reaktionäre Contra-Gruppen mit Gewalt und Drohungen, Auftritte der kubanischen Musikgruppe „Buena Fe“ zu verhindern. Die mehrfach preisgekrönten Musiker mussten aufgrund der Bedrohungen bereits ein geplantes Konzert in Salamanca, Spanien, absagen. Zuvor wurde auch ihr Auftritt im „Avalón Café“ in Zamora gestrichen. Hinter der Boykottkampagne steht eine Contra-Gruppe namens „Patria y Vida“, die von der US-Regierung finanzierten Publikationen wie dem in Madrid ansässigen Onlinezeitung „Diario de Cuba“ und dem in Miami ansässigen Portal „ADN Cuba“ unterstützt wird.

Das Duo informierte ihre spanischen Fans über Facebook bedauernd, dass die Konzerte in Salamanca und Zamora aufgrund faschistischer Drohungen und Schikanen seitens der Veranstalter abgesagt werden mussten. Bei zwei ausverkauften Auftritten in Madrid und Bilbao waren die Contras noch gescheitert, die Konzerte zu verhindern. In Madrid kam es zu einer Störung durch einen bekannten Systemgegner, die jedoch nur wenige Sekunden dauerte und vom Sicherheitspersonal des Veranstaltungsortes unter Buhrufen des Publikums gegen den Provokateur beendet wurde. Auch in Bilbao konnte das Duo trotz zahlreicher Drohungen gegen den veranstaltenden Kulturverein „Bira Aretoa“ vor vollem Haus auftreten. Die Behörden der baskischen Stadt hatten zudem antikubanische Proteste vor dem Konzertsaal untersagt, da Solidaritätsorganisationen bereits eine Kundgebung im Rahmen der europaweiten Aktion „Unblock Cuba“ angemeldet hatten.

Die Musiker äußerten sich zunächst unbeeindruckt von den Hassaufrufen der Contras und erklärten ihre Dankbarkeit gegenüber denen, die sie respektierten. Die Band ließe sich nicht unter Druck setzen. Sie wiesen darauf hin, dass sie nicht von Menschen beeinflusst werden möchten, die zu Gewalt aufrufen, kubanische Künstler boykottieren und diejenigen verunglimpfen, respektlos behandeln oder beleidigen. Nach den erfolgreichen Konzerten in Madrid und Bilbao intensivierten sich jedoch die Drohungen, und die Veranstaltungsorte in Salamanca und Zamora gaben schließlich dem Druck nach und sagten die Auftritte ab.

Die Boykottkampagne wurde von Contra-Medien in Europa und den USA initiiert. Lázaro Mireles, Vorsitzender der Bewegung „Aktionen für Demokratie“ mit Sitz in Madrid, rief vor Beginn der Tournee durch Spanien zum Boykott des Auftritts von Buena Fe auf. Die von rechten Exilkubanern herausgegebene Onlinezeitung „ADN Cuba“, die allein im Jahr 2020 mit 410.710 US-Dollar von der von USAID unterstehenden Agentur für Internationale Entwicklung (USAID) gefördert wurde, verbreitete diesen Aufruf ebenfalls. Als Reaktion auf die Kampagne verurteilte das aus 60 spanischen Organisationen bestehende „Movimiento Estatal de Solidaridad con Cuba“ die Drohungen als übliche Praxis derjenigen, die vorgeben, für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte in Kuba einzutreten. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel kritisierte die Schikanen gegen Buena Fe in Spanien auf Twitter.

Quelle: junge Welt

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