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Texas: Tausende Dollar Stromkosten für Haushalte

Austin. Über die massiven Stromausfälle, Kältetote und auch Kohlenstoffmonoxidvergiftungen im Rahmen des Wintereinbruchs in Texas berichteten wir bereits ausführlich. Texas als Strominsel für den freien Markt und den maximalen Profit war mit der Grund, dass es überhaupt zu einer solchen Situation kommen konnte. Es handelt sich um einen Bundesstaat, der sich von allen anderen abkoppelte und in dem die Stromversorgung privatisiert wurde.

Wie sehr es den Stromanbietern auf dem freien Markt in Texas um Profite geht, wird den Einwohnerinnen und Einwohner, die nicht ohne Strom waren oder gar erfroren sind, nun klar. Es trudeln Rechnungen von mehreren tausend Dollar allein für die Tage rund um den Schneesturm ein. Die ansässigen Stromanbieter haben nämlich unmittelbar vor dem Schneesturm und Temperatursturz ihre Preise massiv angehoben. Die Anbieter forderten zwar ihre Kundinnen und Kunden im Vorfeld auf, ihren Provider zu wechseln, um einen explosionsartigen Anstieg des Preises zu umgehen. Jedoch kamen dieser Aufforderung viele, wegen des auch sehr aufwändig empfundenen Procedere nicht nach. Man könnte nun sagen selbst schuld, jedoch ist der Kapitalismus und die Profitgier an solchen Schwankungen schuld.

Texas zeigte einmal mehr, zu welch absurden Situationen es in kapitalistischen Gesellschaften kommt. Menschen erfrieren, es gibt keine Stromversorgung über Tage hinweg und gleichzeitig zu wenig Hilfe für die Menschen, aber Hauptsache die Profite der Konzern stimmen im Anschluss.

Quelle: ORF

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