HomeKlassenkampfArbeitskräftemangel bei der Post

Arbeitskräftemangel bei der Post

Auch bei der Post herrscht Arbeitskräftemangel. Der Konzern sieht aber keine Missstände oder Bedarf zur Verbesserung der Beschäftigungsverhältnisse.

Wien. Täglich gibt es Meldungen davon, dass in immer mehr Bereichen Personalmangel herrscht. Als Lösung sehen die Unternehmen, dass Berufe auf Mangelberufslisten kommen. Die Mangelberufsliste für 2023 ist die umfangreichste und umfasst 100 bundesweite sowie 58 regionale Berufe. Jüngst wurde erstmals gefordert, dass ein Beruf ohne notwendigen Lehrabschluss auf die Liste kommt, und zwar der des Paketzustellers.

Wie in vielen anderen Branchen fehlen wohl auch bei der Post Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Österreichweit hat das Unternehmen rund 700 offene Stellen. Der Beruf bei der Post hat sich in den vergangenen Jahren klar verändert und diese Situation begünstigt. Die Privatisierung 2006 hat Arbeitsverträge verschlechtert und in der jüngeren Vergangenheit hat die Zahl der Pakete stark zugenommen, was eine weitere Verschärfung der Lage für die Beschäftigten zur Folge hat.

Es sei schwierig, Personal insbesondere für die Zustellung oder die Verteilzentren zu bekommen, heißt es seitens der Gewerkschaft. Der Personalmangel führt natürlich zu einer weiteren Belastung für die Angestellten, nachdem diese die fehlenden Arbeitskräfte wie in so vielen Bereichen durch Mehrarbeit ausgleichen.

Der Konzern selbst sieht keine Missstände: Arbeiten ohne Klimaanlage bei bis zu 150 Stops gehöre zum Beruf und auch die Paketmenge sei gut zu bewältigen. Die Beschäftigten haben aber mit zunehmendem Druck, schweren Pakten und anderem mehr zu tun, als zumutbar ist.

Quelle: ORF/APA-OTS

- Advertisment -spot_img
- Advertisment -spot_img

MEIST GELESEN